Datum30.04.2026 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Jahr 2025 war Naturereignis-mäßig relativ ruhig in Deutschland. Die versicherten Schäden durch Sturm, Hagel und Elementarschäden sanken auf 1,4 Milliarden Euro, drei Milliarden weniger als im Vorjahr. Hauptursache war das Ausbleiben großflächiger Überschwemmungen, die im Vorjahr für massive Schäden sorgten. Sturm und Hagel machten über zwei Drittel der Schäden aus. Trotz dieser Beruhigung mahnt die Versicherungswirtschaft, ruhigere Jahre nicht als langfristigen Trend zu interpretieren, da Naturkatastrophenschäden tendenziell steigen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jahr ohne Überschwemmungen“. Lesen Sie jetzt „Natur relativ gnädig: Unwetterschäden 2025 gesunken“. Nach mehreren stürmischen Jahren mit hohen Schäden hat sich die Natur in Deutschland im vergangenen Jahr vergleichsweise friedlich gezeigt: Die Naturkatastrophenschäden sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin mitteilte. Bundesweit verursachten Sturm, Hagel und andere Wetterunbilden in der Sachversicherung 1,4 Milliarden Euro Schäden, drei Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Der Grund: 2025 gab es keine großflächigen Überschwemmungen. Mehr als zwei Drittel der Schäden - eine Milliarde Euro - wurden im vergangenen Jahr von Sturm und Hagel verursacht. Überschwemmungen, Starkregen und andere sogenannte Elementarschäden, die von der normalen Gebäudeversicherung nicht gedeckt sind, schlugen mit 400 Millionen Euro zu Buche - im Vorjahr waren es wegen großer Hochwasser in Süddeutschland 2,6 MiIliarden Euro gewesen. Diese Zahlen umfassen aber nur die versicherten Schäden. Da bundesweit über 40 Prozent der Wohngebäude nicht gegen Überflutung und andere Elementarschäden versichert sind, sind die Gesamtschäden höher. Im längerfristigen Trend steigen die weltweit von Naturkatastrophen verursachten Schäden seit mehreren Jahrzehnten, bedingt unter anderem durch steigende Temperaturen. Da wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, wächst auch die Unwetterneigung, es bilden sich häufigere und schwerere Gewitter. Das ist aber keine lineare Entwicklung. "Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, deshalb dürfen ruhigere Jahre nicht als Trend interpretiert werden", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. © dpa-infocom, dpa:260430-930-13043/1