Datum30.04.2026 05:05
Quellewww.zeit.de
TLDRNaturgefahren verursachten 2025 in Schleswig-Holstein Versicherungsschäden von fast 34 Millionen Euro. Sturm und Hagel waren für über 24 Millionen Euro verantwortlich, Elementargefahren wie Überschwemmungen und Starkregen für gut neun Millionen. Nur 46 Prozent der Wohngebäude im Land haben Elementarschutz, im bundesweiten Durchschnitt sind es 59 Prozent. Die Gesamtschadenssumme sank bundesweit auf 1,4 Milliarden Euro.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Versicherungsbilanz“. Lesen Sie jetzt „Fast 34 Millionen Euro Schäden durch Naturgefahren“. Naturgefahren haben in Schleswig-Holstein im Jahr 2025 zu Versicherungsschäden in Höhe von knapp 34 Millionen Euro geführt. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf Grundlage neuer Zahlen mit. Sturm und Hagel führten demnach 2025 in Schleswig-Holstein zu gut 20.000 Schäden und belasteten die Versicherer mit mehr als 24 Millionen Euro. Überschwemmungen, Starkregen und andere Elementargefahren hätten 2.000 Schäden mit Kosten von insgesamt gut neun Millionen Euro verursacht. "Auf Elementargefahren entfielen in Schleswig-Holstein im Schnitt 5.300 Euro je Schaden, auf Sturm- und Hagelschäden 1.200 Euro", sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Nur 46 Prozent der Wohngebäude in Schleswig-Holstein hätten einen Elementarschutz als Zusatzbaustein, bundesweit seien es im Schnitt 59 Prozent. Bundesweit fiel die Schadenssumme 2025 mit 1,4 Milliarden Euro deutlich geringer aus als im Jahr zuvor (4,4 Milliarden). Große Überschwemmungen wie 2024 blieben aus, stattdessen prägten vor allem Sturm und Hagel das Schadenbild. "Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, deshalb dürfen ruhigere Jahre nicht als Trend interpretiert werden", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Asmussen. Sturm und Hagel hätten allein Schäden in Höhe von rund einer Milliarde Euro verursacht. Bei bundesweit etwa 479.000 Schadensfällen habe der durchschnittliche Schaden rund 2.100 Euro betragen. Solche Ereignisse träfen viele Gebäude gleichzeitig, verursachten aber häufig eher kleinere und mittlere Schäden, etwa an Dächern, Fassaden oder Fenstern. Versicherte Elementarschäden hätten sich 2025 auf rund 400 Millionen Euro bei etwa 88.000 Schäden summiert. Mit durchschnittlich rund 4.700 Euro pro Schaden liegen die Kosten deutlich über denen von Sturm und Hagel. In der Wohngebäudeversicherung seien Schäden durch Sturm und Hagel in der Regel automatisch mitversichert, erklärt Asmussen. Für Schäden durch Überschwemmung, Starkregen und andere Elementargefahren sei dagegen ein zusätzlicher Baustein nötig, den 2025 erst rund 59 Prozent der Wohngebäude in Deutschland haben. Viele Häuser seien damit nicht umfassend gegen Naturgefahren geschützt. © dpa-infocom, dpa:260430-930-13072/1