Gefahr von Waldbränden: Hexenfeuer zur Walpurgisnacht: Feuerwehr rät zur Vorsicht

Datum30.04.2026 03:34

Quellewww.zeit.de

TLDRDie sächsischen Feuerwehren warnen wegen erhöhter Waldbrandgefahr zur Walpurgisnacht. Traditionsfeuer sind meist erlaubt, aber private Feuer erfordern Prüfung. Trockenheit und ausbleibender Regen verschärfen das Risiko. Bei erlaubten Feuern ist Abstand zu Bäumen und Häusern sowie die Bereitstellung von Löschmitteln wichtig. Überwachte Waldgebiete und tägliche Gefahrenmeldungen sollen Brände verhindern. Unachtsamkeit von Menschen ist Hauptursache für Waldbrände.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gefahr von Waldbränden“. Lesen Sie jetzt „Hexenfeuer zur Walpurgisnacht: Feuerwehr rät zur Vorsicht“. Angesichts der Waldbrandgefahr rufen Sachsens Feuerwehren zur Vorsicht bei den sogenannten Hexenfeuern in der Walpurgisnacht auf. Die meisten Traditionsfeuer seien aber so gelegen, dass sie stattfinden könnten, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Gunnar Ullmann, der Deutschen Presse-Agentur in Leipzig. Einschränkungen könne es allerdings bei privat veranstalteten Feuern geben. Ullmann rief dazu auf, vorab zu prüfen, ob Feuer entzündet werden dürfen oder nicht. Am Mittwoch galt laut einer Übersicht des Sachsenforsts für weite Teile des Freistaats eine mittlere Waldbrandgefahr - für zwei sogar eine hohe. Dann sind zum Beispiel Feuer oder Grillen im Wald und am Waldrand verboten. Laut Deutschem Wetterdienst ist in den nächsten Tagen kein Regen zu erwarten. "Wenn Feuer erlaubt sind, sollte Abstand zu Bäumen und Häusern gehalten werden", sagte Ullmann. Außerdem sollte Eimer oder ein Gartenschlauch bereitgehalten werden, falls es doch zu einem ungewollten Brand kommt. Zudem sollte geschaut werden, wohin der Funkenflug zieht. In mehreren Gemeinden werden am Donnerstag sogenannte Hexenfeuer abgebrannt. In Kunnerwitz bei Görlitz zum Beispiel schrieb der dortige Sportverein als Veranstalter bei Instagram, die freiwillige Feuerwehr sei für die Sicherheit zuständig.  Als besonders gefährdet gelten die waldreichen Regionen im Norden und Osten Sachsens. Die Gebiete werden mit Kameras überwacht, um Rauch frühzeitig zu erkennen und Einsatzkräfte im Notfall schnell alarmieren zu können. Seit 1. März informieren Sachsenforst und der Deutsche Wetterdienst täglich über die Waldbrandgefahr vor Ort. Im vergangenen Jahr standen laut dem Staatsbetrieb insgesamt mehr als 2.000 Hektar Wald in Flammen - nach 10 Hektar im Jahr 2024. Grund für den Anstieg war ein verheerender Brand im Sommer 2025 in der Gohrischheide im Landkreis Meißen. Laut Innenministerium sind Menschen für einen Großteil der Waldbrände verantwortlich, vor allem durch Unachtsamkeit. © dpa-infocom, dpa:260430-930-12729/1