Datum29.04.2026 22:33
Quellewww.zeit.de
TLDRMeta, der Mutterkonzern von Facebook, erhöht seine Investitionen in KI-Infrastruktur erneut deutlich. Für 2024 prognostiziert das Unternehmen Kapitalausgaben von 125 bis 145 Milliarden US-Dollar, eine Aufstockung gegenüber der vorherigen Schätzung. Diese massiven Ausgaben, die hauptsächlich aus dem erfolgreichen Werbegeschäft finanziert werden, dienen dem Ausbau von Rechenzentren. Meta-Chef Mark Zuckerberg strebt an, führend im Bereich KI zu werden und übertrifft damit sogar Ziele für 2025.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Künstliche Intelligenz“. Lesen Sie jetzt „Facebook-Konzern schraubt KI-Investitionen noch weiter hoch“. Der Facebook-Konzern Meta schraubt nach nur drei Monaten die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal nach oben. Für das laufende Jahr stellt Meta nun Kapitalinvestitionen zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar (107 bis 124,2 Mrd Euro) in Aussicht. Die vorherige Spanne lag bei 115 bis 135 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar aus. Anleger ließen in einer ersten Reaktion den Kurs im nachbörslichen Handel um rund sechs Prozent fallen. Das Geld für den KI-Ausbau liefert nach wie vor das boomende Werbegeschäft des Facebook-Konzerns. Im vergangenen Quartal stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 56,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 61 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden Dollar hoch. Eine Rolle dabei spielte aber auch eine in dem Vierteljahr verbuchte Steuergutschrift von gut acht Milliarden Dollar. Meta-Chef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben - selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen. Auf mindestens eine Meta-App griffen zuletzt 3,56 Milliarden Nutzer zu. Drei Monate zuvor waren es noch 3,58 Milliarden. Meta erklärte dies mit Internet-Sperren im Iran und den Einschränkungen für die Chat-App WhatsApp in Russland. Zum Konzern gehören auch die Foto- und Video-Plattform Instagram sowie Threads, eine Alternative zu Musks Twitter-Nachfolger X. © dpa-infocom, dpa:260429-930-12286/1