Datum29.04.2026 19:40
Quellewww.zeit.de
TLDRLibanons Präsident Joseph Aoun knüpft direkte Gespräche mit Israel an die vollständige Einhaltung der aktuellen Waffenruhe. Er fordert ein Ende der israelischen Angriffe auf den Südb Libanon, wo es trotz der Feuerpause weiterhin zu Raketenangriffen und Truppenbewegungen Israels kommt. Der Libanon hofft auf die USA, um einen Termin für die Verhandlungen festzulegen.
InhaltTrotz der vereinbarten Feuerpause greift Israel weiter Orte im Süden des Libanon an. Präsident Aoun macht ein Ende der Angriffe zur Bedingung für direkte Gespräche. Libanons Präsident Joseph Aoun hat direkte Gespräche mit Israel an die Bedingung geknüpft, dass die vereinbarte Waffenruhe zunächst vollständig eingehalten wird. Israel müsse die Feuerpause "vollständig umsetzen, um zu Verhandlungen überzugehen", teilte sein Büro mit. "Die israelischen Angriffe können so nicht weitergehen", sagte Aoun. Der Libanon warte nun darauf, dass die USA "einen Termin für den Beginn direkter Verhandlungen" mit Israel festlegten. Trotz der seit dem 16. April geltenden Feuerpause fliegt die israelische Armee weiter Angriffe auf den Libanon, vor allem im Süden, in dem die Hisbollah stark präsent ist. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur ANI berichtete von israelischen Luftangriffen auf rund ein Dutzend Orte im Süden des Landes. Israel hält zudem einen Streifen libanesischen Staatsgebiets entlang der Grenze besetzt. Südlich einer von Israel gezogenen "gelben Linie" zerstörten israelische Soldaten erneut Grenzdörfer. Laut ANI sprengten israelische Soldaten in mindestens zwei Ortschaften Häuser. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.