Datum29.04.2026 17:10
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Kabinett hat eine Krankenkassenreform beschlossen, um ein Defizit von 15,3 Milliarden Euro auszugleichen. Versicherte müssen mit höheren Zuzahlungen und Einschränkungen bei der Familienversicherung rechnen. Besserverdienende zahlen voraussichtlich mehr Beiträge, während das Krankengeld unverändert bleibt. Ärzte, Krankenhäuser und Pharmafirmen sollen ebenfalls sparen. Kritiker befürchten Nachteile für die Versorgung. Parallel dazu wurden Eckwerte für den Bundeshaushalt 2027 vorgestellt, mit geplanten Ausgaben von 543 Milliarden Euro, starkem Fokus auf Verteidigung und neuen Schulden.
InhaltDas Kabinett hat das Reformpaket für die gesetzliche Krankenversicherung beschlossen. Was bedeutet das für Versicherte? Und: Das sind die Eckwerte für den Haushalt 2027. Die Bundesregierung hat eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. Der Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken soll ein Defizit von rund 15,3 Milliarden Euro ausgleichen und die Beiträge stabil halten. Die Regierung rechnet mit Einsparungen von 16,3 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Für Versicherte bedeutet das: höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkungen bei der Familienversicherung und höhere Beiträge für Besserverdienende. Das Krankengeld bleibt dabei unverändert. Auch Ärzte, Krankenhäuser und Pharmafirmen sollen sparen. Kritik kommt von Grünen, Gewerkschaften und Krankenkassen, die Nachteile für Versicherte und Versorgung befürchten. Die Reform soll bald im Bundestag beschlossen werden. Was das nun konkret für die Bürger bedeutet, erklärt Carla Neuhaus, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT. Lars Klingbeil hat die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2027 und die Finanzplanung bis 2030 vorgestellt. Geplant sind Ausgaben von rund 543 Milliarden Euro, ein großer Teil davon für die Verteidigung. Der Wehretat soll auf etwa 105,8 Milliarden Euro steigen. Zur Finanzierung plant die Regierung neue Schulden von rund 197 Milliarden Euro zusammen mit dem Sondervermögen für Bundeswehr und Infrastruktur. Gleichzeitig setzt die Regierung auf Einsparungen in den Ministerien, Reformen im Sozialbereich und zusätzliche Einnahmen, etwa durch neue Abgaben und höhere Steuern. Ziel des Haushalts ist es laut dem Finanzminister, die Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Außerdem im Update: Die EU-Kommission ermittelt erneut gegen Meta. Im Fokus stehen mangelhafte Alterskontrollen bei Instagram und Facebook. Das Mindestalter von 13 Jahren werde laut Kommission nicht ausreichend überprüft. Neben den Altersregeln untersucht die EU auch, ob suchtfördernde Algorithmen Nutzer länger auf den Plattformen halten. Wie effektiv die EU große Techkonzerne regulieren kann, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, ordnet Lisa Hegemann, Leiterin des Digitalressorts der ZEIT, ein. Und sonst so? Rätselhaftes Loch in Bielefeld Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.