Umwelt: Ehemaliger Grenzstreifen wird Naturmonument

Datum29.04.2026 16:09

Quellewww.zeit.de

TLDRDer sächsische Teil des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens wird zum Nationalen Naturmonument. Auf 42 Kilometern Länge wird das Gebiet, bekannt als Grünes Band, einheitlich geschützt. Diese Ausweisung ersetzt 13 bestehende Schutzgebiete und sichert ein 760 Hektar großes Areal, das Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bietet. Das Naturmonument dient auch als Mahnmal der deutschen Teilung und Symbol der Wiedervereinigung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umwelt“. Lesen Sie jetzt „Ehemaliger Grenzstreifen wird Naturmonument“. Der sächsische Abschnitt des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens wird zum Nationalen Naturmonument. Der Teil des sogenannten Grünen Bandes mit einer Länge von 42 Kilometern entlang der Grenze zu Bayern wird damit einheitlich geschützt, wie das Umweltministerium mitteilte. Das Gebiet mit einer Fläche von rund 760 Hektar stand demnach bisher bereits unter Naturschutz, allerdings in Form von 13 einzelnen Naturschutzgebieten, Flächennaturdenkmalen und geschützten Landschaftsbestandteilen sowie zwei weiteren Naturschutzrichtlinien. Diese Schutzverordnungen werden nun mit der neuen Ausweisung ersetzt. Bei Nationalen Naturmonumenten handelt es sich um Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit von herausragender Bedeutung sind. Die Verordnung, die das Grüne Band in Sachsen als solches ausweist, tritt laut Ministerium am Donnerstag in Kraft. Verwaltung und Management für das Schutzgebiet wird dem Vogtlandkreis übertragen, der damit für die Erhaltung und Entwicklung zuständig ist. Das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze bildet mit einer Gesamtlänge von 1.393 Kilometern das größte Biotopverbundsystem Deutschlands. Es bietet mit naturnahen offenen Landflächen, Wäldern und Gewässern sowie Feuchtgebieten und Mooren zahlreichen seltenen und bedrohten Pflanzen und Tieren Lebensräume.  "Während unüberwindliche Grenzzäune die Menschen in Ost und West voneinander trennten, entstanden auf dem ehemaligen "Todesstreifen" einzigartige Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere", sagte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) laut Mitteilung. Zudem sei das Grüne Band ein mahnendes Zeugnis deutscher Geschichte und ein lebendiges Symbol der Wiedervereinigung. © dpa-infocom, dpa:260429-930-10826/1