Wal-Transport im Stahlbecken: Meeresmuseum warnt vor Abladen des Wals im offenen Meer

Datum29.04.2026 14:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Deutsche Meeresmuseum warnt davor, den geborgenen Buckelwal im offenen Meer abzuladen, da dies zum Ertrinken führen könnte. Experten betonen, dass eine Rettung erst mit selbstständiger Fortbewegung, Nahrungsaufnahme und verbesserter Gesundheit im Nordatlantik als geschehen gilt. Sie fordern eine vollständige, öffentlich zugängliche Dokumentation des Transports und der Freilassung zur Sammlung von Erfahrungen für zukünftige Bergungen. Der Transport des rund zwölf Meter langen Wals hat unterdessen in dänischen Gewässern auf dem Weg in die Nordsee begonnen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wal-Transport im Stahlbecken“. Lesen Sie jetzt „Meeresmuseum warnt vor Abladen des Wals im offenen Meer“. Experten des Deutschen Meeresmuseums warnen eindringlich vor einem Abladen des vor Wismar aus flachem Wasser geborgenen Buckelwals im offenen Meer. Dies berge die Gefahr, dass der Meeressäuger ertrinke, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mit. "Es ist sehr geschwächt und findet im offenen Meer keine Möglichkeit, sich abzulegen." Von einer Rettung des Wales könne erst dann gesprochen werden, wenn er sich selbstständig und dauerhaft auf seiner gewöhnlichen Route im Nordatlantik bewege, selbstständig fresse und sein Gesundheitszustand besser werde, heißt es weiter. Die Wissenschaftler forderten dazu eine vollständige Dokumentation der kommenden Ereignisse. Die Daten des Senders am Tier müssten in Echtzeit öffentlich verfügbar gemacht werden. Live-Videomaterial vom Wal während des Transports und während der Freilassung seien wichtig, um Erfahrungen für künftige Bergungen sammeln zu können. Die private Rettungsinitiative hatte angekündigt, den Wal in der Nordsee freilassen zu wollen. Aktuell ist der Transport mit dem rund zwölf Meter langen und etwa zwölf Tonnen schweren Meeressäuger hatte in dänischen Gewässern auf dem Weg in die Nordsee. Er legt dazu in einem mit Wasser gefüllten Lastschiff, das von dem Mehrzweckschiff "Fortuna B" gezogen wird. © dpa-infocom, dpa:260429-930-10158/1