Datum29.04.2026 14:21
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sucht den Dialog mit dem VW-Vorstand, um die Zukunft des insolventen Automobilzulieferers Bohai zu sichern. Bohai stellt Aluminium-Gussteile her und beschäftigt fast 700 Mitarbeiter. Ein Hauptauftraggeber zieht ab Herbst Teile ab, was die Region wirtschaftlich gefährdet. Schulze betont die Wichtigkeit der Arbeitsplatzerhaltung und hebt seinen Zugang zu wichtigen Kontakten hervor, um die Situation zu lösen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Automobilbranche“. Lesen Sie jetzt „Bohai-Insolvenz: Schulze sucht Gespräch mit VW-Vorstand“. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sucht im Kampf um eine Zukunft für den insolventen Automobilzulieferer Bohai den Kontakt mit dem VW-Vorstand. Er habe dazu bereits mit der Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, gesprochen, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. "Ich möchte jetzt einen Termin beim Vorstand von Volkswagen haben, um gemeinsam nochmal die Situation in Harzgerode zu besprechen." Bohai Trimet stellt Aluminium-Gussteile für die Automobilindustrie her, dort arbeiten knapp 700 Beschäftigte. Von dem Aus des Unternehmens könnten laut dem Insolvenzverwalter aber auch weitere Arbeitsplätze bei Unternehmen in der Region betroffen sein, die wirtschaftlich mit Bohai verbunden sind. Ende vergangener Woche habe ein Hauptauftraggeber angekündigt, dass wesentliche, bislang in Harzgerode und dem thüringischen Sömmerda gefertigte Teile ab Herbst abgezogen würden, hieß es. Schulze hatte zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass es in der Wirtschaftspolitik derzeit nicht nur darum geht, neue Unternehmen ins Land zu holen, sondern auch bestehende Arbeitsplätze zu erhalten. Mit Blick auf die nahende Landtagswahl im September und das Duell mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hob Schulze die Vorteile seines Netzwerks hervor. "Solche Kontakte habe ich. Das ist der Unterschied zu meinem härtesten Wettbewerber, der völlig blank ist in solchen Situationen und keinerlei Möglichkeiten hätte, außer vielleicht auf irgendjemanden zu schimpfen", so Schulze. © dpa-infocom, dpa:260429-930-9964/1