Datum29.04.2026 14:23
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für einen polnischen Staatsbürger, der einen Polizisten bei einer Verfolgungsjagd in Südbrandenburg getötet haben soll. Die Anklage lautet auf Mord zur Vertuschung von Autodiebstählen. Die Verteidigung plädiert auf ein Rennen mit Todesfolge und fordert maximal acht Jahre und sechs Monate Haft, einschließlich bereits verbüßter Strafen. Das Urteil wird für den 6. Mai erwartet. Der Fall sorgte bundesweit für Bestürzung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kurz vor Urteil“. Lesen Sie jetzt „Getöteter Polizist - Staatsanwaltschaft fordert lebenslang“. Im Prozess um einen bei einer Verfolgungsjagd getöteten Dresdner Polizisten hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Sie wirft dem jungen Mann mit polnischer Staatsbürgerschaft Mord vor. Er soll in der Absicht gehandelt haben, seine Beteiligung am Diebstahl mehrerer Autos zu verdecken. Der Verteidiger des Angeklagten beantragte, den Angeklagten wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als acht Jahren und sechs Monaten zu verurteilen. Dabei würde sich die Strafe aus vorangegangenen Haftstrafen wegen des Autodiebstahls und der für die Tötung des Polizisten zusammensetzen. Für die Tat in Lauchhammer forderte die Verteidigung eine Teilstrafe von sechs Jahren. Der Angeklagte soll im Januar 2025 bei der Verfolgungsjagd in Südbrandenburg einen 32 Jahre alten Polizisten mit seinem Wagen erfasst und getötet haben. Der junge Beamte war in dem Moment dabei, aus einem Auto auszusteigen. Der Fall hatte bundesweit Anteilnahme ausgelöst. Dem Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Mord vor, um eine Straftat zu verdecken. Ein Urteil soll voraussichtlich am 6. Mai gesprochen werden. © dpa-infocom, dpa:260429-930-9983/1