Insekten- und Naturschutz: Mähfreier Mai gegen die »grüne Wüste«

Datum29.04.2026 14:08

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Naturschutzbund (Nabu) fordert Gartenbesitzer auf, den Mai zum "mähfreien Mai" zu erklären. Durch das Aussetzen des Rasenmähens können heimische Wildblumen wie Löwenzahn und Klee wachsen und Insekten mit Nektar und Pollen versorgen. Dies schafft wichtige Nahrungsquellen und Rückzugsorte für Bienen, Schmetterlinge und andere Tiere, die in kurz geschorenen Rasenflächen fehlen. Der Nabu empfiehlt auch reduzierte, abschnittsweisen Mahd über den Mai hinaus für nachhaltige Lebensräume.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Insekten- und Naturschutz“. Lesen Sie jetzt „Mähfreier Mai gegen die "grüne Wüste"“. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft Gartenbesitzer zu einem mähfreien Mai auf. Gartenbesitzer und -nutzer sollten im kommenden Monat darauf verzichten, die heimischen Rasenflächen zu trimmen. "Gerade im Frühling sind blühende Wiesen eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten", heißt es in einer Nabu-Mitteilung. Durch das Aussetzen des Mähens könnten Wildblumen wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee wachsen und blühen: "Sie liefern wertvollen Nektar und Pollen, die für das Überleben vieler Insektenarten entscheidend sind", so der Nabu weiter. Gleichzeitig würden Rückzugsorte und Lebensräume entstehen, die in intensiv gepflegten Gärten oft fehlen. "Ein kurz geschorener Rasen ist für Insekten praktisch eine grüne Wüste", sagte Katharina Schmidt, Referentin für Stadt-Natur vom Nabu Hamburg: "Wer im Mai auf das Mähen verzichtet, kann mit wenig Aufwand ein echtes Paradies für Bestäuber schaffen." Auch über den Mai hinaus empfiehlt der Nabu, reduziert zu mähen: Durch ein abschnittsweises Mähen, bei dem im Jahresverlauf abwechselnd bestimmte Bereiche gemäht und andere wachsen gelassen werden, werde sichergestellt, dass zu jeder Jahreszeit Rückzugsraum, Lebensraum und ein Nahrungsangebot für Tiere vorhanden ist. Alternativ könnten auch Bereiche oder Inseln stehengelassen werden. © dpa-infocom, dpa:260429-930-9865/1