Datum29.04.2026 14:10
Quellewww.zeit.de
TLDRDas deutsche Minenjagdboot "Fulda" wird nächste Woche ins Mittelmeer verlegt. Dies dient als Vorbereitung für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Die Verlegung wurde vom Verteidigungsministerium bestätigt und von Verteidigungsminister Pistorius angekündigt. Deutschland ist bereit, sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt zu beteiligen, sofern bestimmte Voraussetzungen wie eine völkerrechtliche Grundlage und ein Bundestagsmandat erfüllt sind. Ein internationales Bündnis plant einen solchen Einsatz nach Ende der Kampfhandlungen, während gleichzeitig diplomatische Bemühungen laufen, um einen Konflikt zu vermeiden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Straße von Hormus“. Lesen Sie jetzt „Minenjagdboot startet nächste Woche ins Mittelmeer“. Das Minenjagdboot "Fulda" der Deutschen Marine soll am Montag ins Mittelmeer verlegt werden. Dies erfolge als sogenannte Vorausstationierung für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Boot und Besatzung sollen damit also näher an das mögliche Einsatzgebiet gebracht werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte diesen Schritt bereits angekündigt, ohne dass ein genaues Datum bekannt war. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angeboten, dass Deutschland sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen könnte. Als wesentliche Voraussetzungen dafür gelten eine nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Bundestags. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Derzeit laufen diplomatische Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts – für den Fall eines Scheiterns haben die USA und Israel weitere Angriffe auf den Iran angedroht. © dpa-infocom, dpa:260429-930-9875/1