Datum29.04.2026 13:52
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Niedersachsen und Bremerhaven gab es eine Razzia gegen eine Gruppe junger Menschen (17-22 Jahre, syrische/sudanesische Staatsangehörigkeit) wegen Verdachts auf eine islamistisch motivierte, schwere staatsgefährdende Gewalttat. Ein 20-jähriger Serbe steht im Fokus. Die Ermittlungen ergaben Hinweise von US-Behörden. Sichergestellte Gegenstände wie ein Säbel und Datenträger werden ausgewertet. Bislang gab es keine Festnahmen, da keine scharfen Waffen oder konkreten Anschlagsmittel gefunden wurden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Innere Sicherheit“. Lesen Sie jetzt „Razzia gegen mutmaßliche Terrorgruppe in Niedersachsen“. Ermittler sind am Morgen in Niedersachsen und Bremerhaven wegen des Verdachts einer geplanten schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen mehrere junge Personen vorgegangen. Beamte der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg durchsuchten Objekte in Cadenberge im Landkreis Cuxhaven sowie in Bremerhaven, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Celle mitteilten. Die Maßnahmen richteten sich nach Behördenangaben gegen eine Gruppe junger Menschen mit überwiegend syrischer sowie sudanesischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 20-jähriger Serbe. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass die Gruppe eine islamistisch motivierte Gewalttat vorbereitet haben könnte. Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Hinweise gewesen, die über das Bundeskriminalamt von einer US-Sicherheitsbehörde übermittelt worden seien, teilten die Behörden mit. In der Folge hätten die Ermittler den Verdacht weiter geprüft. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei einen Säbel, Datenträger, Mobiltelefone und zwei Anscheinswaffen sicher – also Gegenstände, die echten Schusswaffen täuschend ähnlich sehen, aber keine echten Waffen sind. Scharfe Schusswaffen oder Dinge, die eindeutig zur Vorbereitung eines Anschlags dienen könnten, seien nicht gefunden worden. Daher und unter Berücksichtigung vorangegangener Ermittlungen seien bisher keine Festnahmen erfolgt, sagte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage. Wegen einer möglichen Gefährdungslage waren Spezialkräfte im Einsatz, darunter auch Einheiten aus Bremen und Niedersachsen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert den Angaben zufolge an. © dpa-infocom, dpa:260429-930-9761/1