Münchner Oberbürgermeister: SPD-Politiker Reiter wird für zwölf Jahre Amtszeit geehrt

Datum29.04.2026 10:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDieter Reiter (SPD) wird nach zwölf Jahren als Münchner Oberbürgermeister zum Altoberbürgermeister ernannt. Dies beschloss der Stadtrat einstimmig, trotz Kritik an seiner Nebentätigkeit für den FC Bayern, die er nach dem Wirbel zurückgab und Einnahmen spendete. Reiter verlor die Oberbürgermeisterwahl überraschend und zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück. Er kann den Ehrentitel ab Mai führen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Münchner Oberbürgermeister“. Lesen Sie jetzt „SPD-Politiker Reiter wird für zwölf Jahre Amtszeit geehrt“. Dieter Reiter (SPD) darf sich ab Mai Altoberbürgermeister nennen - trotz des Wirbels um seine Nebentätigkeit für den FC Bayern. Der Münchner Stadtrat erkannte dem 67-Jährigen den Ehrentitel einstimmig zu, den er mit Ablauf seiner Amtszeit als Rathauschef führen darf. Privilegien seien damit keine verbunden, hieß es von der Stadt. In nichtöffentlicher Sitzung sollte es später noch um seine Posten beim FC Bayern im Verwaltungsbeirat und seit Februar auch im Aufsichtsrat gehen. Da er sich diese Mandate nicht vom Stadtrat hatte genehmigen lassen, war er vor der Kommunalwahl im März heftig in die Kritik geraten. Reiter gab daraufhin beide Posten zurück und spendete die damit verbundenen Einnahmen in Höhe von 90.000 Euro an soziale Projekte.  Die Wahl konnte der 67-Jährige trotzdem nicht retten. In der Stichwahl am 22. März unterlag er überraschend deutlich seinem Herausforderer Dominik Krause (Grüne) und verkündete daraufhin seinen Abschied aus der Kommunalpolitik.  Mit dem Ehrentitel würdigt die Stadt das Wirken des SPD-Politikers, der 12 Jahre lang Oberbürgermeister war. Reiter selbst war bei der Stadtratssitzung nicht dabei. Wie schon in den vergangenen Wochen führte Krause die Sitzung, noch vor seinem eigentlichen Amtsantritt am 1. Mai. Reiter war nach der Stichwahl erst wegen einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung krankgeschrieben, inzwischen hat er sich freigenommen, um sich weiter zu erholen. An der offiziellen Amtseinführung seines Nachfolgers am 11. Mai will er jedoch teilnehmen. © dpa-infocom, dpa:260429-930-8168/1