ifo Institut: Unternehmen in Deutschland bauen wegen anhaltender Krisen Stellen ab

Datum29.04.2026 08:48

Quellewww.zeit.de

TLDRDas ifo Institut meldet, dass deutsche Unternehmen aufgrund anhaltender Krisen Stellen abbauen wollen. Das ifo-Beschäftigungsbarometer erreichte den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Geopolitische Unsicherheiten, insbesondere der Konflikt im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf Energiepreise sowie Lieferketten, belasten die Personalplanungen. Eine Entspannung am Arbeitsmarkt ist erst bei nachlassenden Unsicherheiten zu erwarten.

InhaltDie Lage in der deutschen Wirtschaft bleibt angespannt; viele Unternehmen planen, Arbeitsplätze abzubauen. Das Ifo-Barometer sank auf den niedrigsten Wert seit 2020. Die Unternehmen in Deutschland wollen so viele Stellen abbauen wie seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer des Münchner ifo Instituts sank im März um mehr als zwei Punkte auf 91,3 Punkte – den niedrigsten Wert seit Mai 2020. Hintergrund sind demnach die weltweiten Krisen. "Die geopolitische Unsicherheit greift auf die Personalplanungen der Unternehmen über", ‌sagte Klaus ​Wohlrabe vom ifo Institut. "Es werden mehr Arbeitsplätze ab- als aufgebaut." Insbesondere der ungelöste Konflikt im Nahen Osten belastet die Weltwirtschaft erheblich. "Eine nachhaltige Entspannung am Arbeitsmarkt ist erst zu erwarten, wenn die Unsicherheiten deutlich nachlassen", sagte Wohlrabe. Ein Ende der fast vollständigen Blockade der Straße von Hormus, die von zentraler Bedeutung für die Ölversorgung ist, ist jedoch derzeit nicht abzusehen. Aufgrund des Krieges und der Blockade sind die Energiepreise deutlich gestiegen, wichtige Lieferketten wurden unterbrochen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.