Günstiges Rezept: Leche frita – gebratene Milchtaler für 1 Euro pro Person

Datum29.04.2026 06:35

Quellewww.spiegel.de

TLDR"Leche frita", ein spanisches Dessert, bietet eine preiswerte süße Option für etwa 1 Euro pro Person. Die "gebratene Milch" wird zubereitet, indem süße Milch mit Zitrusfrüchten und Zimt aufgekocht, mit Maisstärke angedickt und gekühlt wird. Anschließend werden die Stücke paniert und gebraten, was zu einer cremigen Innenseite und einer knusprigen Kruste führt. Das Gericht, das traditionell zum Ende der Fastenzeit gegessen wird, passt dank seiner vielseitigen Servierbarkeit ganzjährig.

InhaltMilch anbraten? Das geht! Und ergibt leckere Desserthäppchen, die zu jeder Jahreszeit überzeugen. Es fällt mir wirklich schwer, über etwas anderes zu schreiben als Pizzabohnen. Aber meine Kolleginnen und Kollegen hier haben gesagt, ich darf nicht jede Folge meiner Kolumne dasselbe Rezept bewerben, sonst schmeißen sie mich raus. Insofern musste ich mir fix etwas Neues einfallen lassen. Beziehungsweise: woanders abschauen. Denn das heutige Rezept stammt nicht von mir persönlich, sondern aus Nordspanien. Eher San Sebastian als Sebastian Maas, sozusagen. Konkret möchte ich Ihnen heute eine kleine, an sich sehr bescheidene Süßspeise zeigen, aus einfachsten Zutaten. Die Rede ist von "Leche frita", auf Deutsch "gebratene Milch". Nun werden Sie denken: "Milch war bei meiner letzten Überprüfung eine Flüssigkeit und die lassen sich naturgemäß schwer braten", und Sie haben recht damit. Bafög oder Azubigehalt sind schon wieder fast aufgebraucht? Der Obstkorb beim unbezahlten Agenturpraktikum war geräubert? Und bitte nicht schon wieder Pizzatoast? Alles kein Problem: In dieser Kolumne zeigt SPIEGEL-Redakteur und Hobbykoch Sebastian Maas, wie man trotz Flaute auf dem Konto leckere und besondere Gerichte zaubern kann. Dabei gibt es nur zwei Regeln: Bevor wir die Milch auf spanische Art in der Pfanne veredeln, wird sie mit der Schale von Zitrusfrüchten und Zimtstangen zusammen aufgekocht und schließlich mit Maisstärke angedickt. Der dabei entstehende Pudding wird erst in einer flachen Form abgekühlt, in Stückchen geschnitten und dann endlich angebraten. Die kleinen Stückchen sind leicht und luftig – gerade fest genug, um mit zwei Fingern gehalten zu werden und beim Braten nicht auseinanderzufallen. Im Inneren überzeugen sie mit einer cremigen Puddingtextur und leichtem Zitrusaroma, während sie außen von einer knusprigen Zucker-Zimt-Schicht eingehüllt sind, die man sich von den Fingern lecken möchte. Ein absoluter Leckerbissen, der in Spanien gern zum Ende der Fastenzeit serviert wird. Weil in Deutschland "alles mit Zimt" aber auch in die Weihnachtszeit passt und man lauwarme Leche frita ebenso gut mit einer Kugel Eis servieren kann … passt das Gericht wirklich ins ganze Jahr. Was kostet das? Pro Portion etwa 1 EuroWie lange dauert das? 45 Minuten Arbeit plus mindestens 2 Stunden Ruhezeit im Kühlschrank (oder über Nacht) Es gibt auch noch Variationen des Rezepts: Einige verwenden zusätzlich zum Mehl und Ei noch Paniermehl für die Panade, um eine knusprige Hülle zu erzeugen. Lecker ist es auch, die aufgekochte Milch vorher mit anderen Gewürzen zu verfeinern – Vanilleschoten oder Kardamomkapseln bieten sich an. Brauner Zucker gibt der gebratenen Milch einen karamelligen Look, während heller Raffinadezucker ein schneeweißes Ergebnis liefert. Suchen Sie noch mehr Rezepte, die wenig Geld kosten? Dann folgen Sie mir gern auf Instagram . Haben Sie Anmerkungen, Lob, Kritik oder Fragen? Dann schreiben Sie mir gern auf diese E-Mail-Adresse .