Bayern-Trainer Kompany: »Das macht keinen Spaß«

Datum29.04.2026 00:14

Quellewww.spiegel.de

TLDRBayern-Trainer Vincent Kompany musste das 4:5 gegen PSG auf der Tribüne verfolgen und fand dies frustrierend. Er sieht aber Optimismus im Rückspiel, da Heimspiele oft gewonnen werden. Joshua Kimmich und Jonathan Tah betonen die Notwendigkeit eines Sieges im Rückspiel und zeigen sich zuversichtlich, das Finale erreichen zu können. Kompany kritisierte zudem Schiedsrichterentscheidungen.

InhaltWegen einer Sperre musste Vincent Kompany das außergewöhnliche 4:5 gegen PSG auf der Tribüne verfolgen. Auf den guten Überblick hätte er gern verzichtet. Joshua Kimmich gibt sich vor dem Rückspiel optimistisch. Die Reaktionen. Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany wirkte nach der 4:5-Niederlage im Halbfinalhinspiel  der Champions League gegen Paris Saint-Germain zuversichtlich, dass seine Mannschaft in einer Woche den Einzug ins Finale schaffen wird. "Wir wissen, dass das nächste Spiel zu Hause ist und wir gewinnen müssen", sagte der Belgier bei Prime. "Das gelingt uns in Heimspielen sehr oft." Für Kompany war es ein besonderes Spiel, denn der Coach durfte wegen einer Gelbsperre aus dem Viertelfinale gegen Real Madrid nicht an der Seitenlinie stehen. Er musste nach der Ankunft im Pariser Prinzenpark auf die Tribüne gehen und verfolgte das Spiel im Pressebereich zwischen zwei Analysten der Bayern. "Das macht keinen Spaß", sagte Kompany. Er durfte vor dem Spiel und in der Pause nicht in die Kabine, dort wurde er von seinem Co-Trainer Aaron Danks vertreten. Als er vom Reporter darauf hingewiesen wurde, dass PSG-Coach Luis Enrique bisweilen bei Spielen in der ersten Hälfte auf der Tribüne sitzt, um einen besseren Überblick zu haben und erst zur Pause zu seinem Team zurückkehrt, sagte Kompany: "Ich weiß nicht, warum er das freiwillig macht." Kompany kritisierte zudem die Leistung von Schiedsrichter Sandro Schärer. Laut Kompany hätte es den Eckball vor dem Tor zum 2:1 durch João Neves nicht geben dürfen, zudem war es für ihn kein Elfmeter, als Alphonso Davies kurz vor der Pause der Ball an die Hand sprang: "Wenn der Ball erst am Bein ist und dann am Arm, ist es kein Elfmeter." "Man sitzt in der Kabine und hat das Gefühl: Da ist noch was möglich", sagte Joshua Kimmich bei Prime nach dem Spiel und betonte: "Wir müssen in Anführungszeichen nur gewinnen." Jonathan Tah bestätigte: "Es steht nur 1:0 – und wir haben gezeigt, dass wir mindestens zwei Tore schießen können. Deswegen gehen wir mit vollem Selbstvertrauen in das Rückspiel rein, hauen in der Allianz-Arena alles raus und wollen ins Finale." Das steigt am 30. Mai in Budapest, das Wiedersehen mit Paris am kommenden Mittwoch in München. "Es war zu erwarten, dass es ein Schlagabtausch wird – so offen war aber nicht zu erwarten", sagte Kimmich. "Es fühlt sich komisch an, weil wir verlieren", ergänzte er, aber: "Die Ausgangssituation ist einfach: Wir müssen gewinnen. Und wir, die in der Kabine saßen, glauben an den Sieg." Michael Olise zeigte, was er für ein Ausnahmespieler ist. Nicht weniger stark: Luis Díaz. Dennoch verloren die Bayern in Paris, weil ein Führungsspieler nicht dominant genug war und ein Abwehrmann zu passiv. Wie die Bayern-Spieler sich in der Einzelkritik schlagen, lesen Sie hier .