Niedrige Geburtenrate: Voigt regt Steuerentlastungen für Familien an

Datum29.04.2026 00:01

Quellewww.zeit.de

TLDRAngesichts historisch niedriger Geburtenraten in Deutschland schlägt Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt Steuerentlastungen für Familien vor. Als konkreten Vorschlag nannte er die Befreiung eines Elternteils von der Einkommensteuer bei drei oder mehr Kindern. Voigt bezeichnete die aktuelle Entwicklung, mit der niedrigsten Geburtenzahl seit 1946, als alarmierend und betonte die Notwendigkeit, Familien angesichts steigender Lebenshaltungskosten stärker zu unterstützen und bei politischen Reformen demografische Entwicklungen zu berücksichtigen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Niedrige Geburtenrate“. Lesen Sie jetzt „Voigt regt Steuerentlastungen für Familien an“. Angesichts historisch niedriger Geburtenzahlen in Deutschland hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt steuerliche Entlastungen für Familien angeregt. "Ich finde, wir sollten auch neue Wege gehen und darüber nachdenken, Familien stärker steuerlich zu entlasten", sagte der CDU-Politiker im Magazin "Stern".  Ein Ansatz könne sein, ein Elternteil bei drei oder mehr Kindern bei der Einkommensteuer freizustellen. "Das wäre ein klares Signal: Familien werden nicht nur gelobt, sondern konkret unterstützt", so Voigt.  Hintergrund sind aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts, wonach im vergangenen Jahr nur 654.300 Kinder geboren wurden - so wenig wie sei 1946 nicht mehr. Voigt bezeichnete die Entwicklung als alarmierend: "Die aktuellen Zahlen sind ein deutliches Warnsignal." Deutschland habe ein echtes demografisches Problem - und die Entwicklung im Osten zeige besonders klar, wie ernst die Lage sei. "Dort wirkt das demografische Echo der 1990er-Jahre besonders stark, weil auf die geburtenschwachen Jahrgänge nun weniger potenzielle Eltern folgen." Voigt forderte, Familienpolitik wieder stärker in den Fokus zu rücken. Wer Kinder großziehe, trage Verantwortung für die Zukunft, sagte der CDU-Politiker. Zugleich verwies er auf die Belastungen vieler Eltern durch hohe Energiepreise, steigende Lebenshaltungskosten und Inflation. "Deshalb müssen wir demografische Entwicklungen bei allen anstehenden Reformen mitdenken", sagte Voigt. Ziel müsse es sein, Familien zu entlasten und ihnen mehr Planungssicherheit zu geben. © dpa-infocom, dpa:260428-930-6480/1