Aufregung um Instagram-Post: Muschel-Drohung gegen Trump? Neue Anklage gegen Ex-FBI-Chef

Datum28.04.2026 22:37

Quellewww.zeit.de

TLDRDer ehemalige FBI-Chef James Comey wurde wegen eines Instagram-Posts angeklagt, der als Morddrohung gegen Donald Trump interpretiert wurde. Der Post zeigte Muscheln, die die Zahlen "86 47" bildeten. Während "86" als "entfernen" gedeutet wird, repräsentiert "47" Trumps Präsidentschaft. Comey wies die Vorwürfe zurück und erklärte, er habe nicht mit Gewalt assoziiert. Dies ist die zweite Klage gegen Comey, die erste wurde abgewiesen. Trump hatte Comey während der Ermittlungen zur russischen Einflussnahme gefeuert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Aufregung um Instagram-Post“. Lesen Sie jetzt „Muschel-Drohung gegen Trump? Neue Anklage gegen Ex-FBI-Chef“. Der frühere FBI-Chef James Comey ist wegen eines Instagram-Posts mit zu vier Zahlen zusammengelegten Muscheln am Strand angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, damit wissentlich eine Morddrohung gegen Präsident Donald Trump verbreitet zu haben. Comey hatte im Mai 2025 ein Bild von Muscheln auf Instagram hochgeladen, die die Zahlen "86 47" zeigten. Trump, der 47. Präsident der USA, und dessen Unterstützer interpretierten dies als Aufruf zum Attentat.  Dem Wörterbuch Merriam-Webster zufolge handelt es sich bei "86" um einen veralteten Ausdruck, der unter anderem "abweisen" oder "entfernen" bedeutet. Der Anklage zufolge steht die Zahl in Kombination mit der "47" für eine ernst gemeinte Absicht, Trump Schaden zuzufügen.  Comey löschte den Post und schrieb später auf Instagram, er habe in der Muschelformation eine politische Botschaft gesehen. Dass er damit zu Gewalt gegen Trump aufrufen wollte, wies er zurück. "Mir war nicht bewusst, dass manche Leute diese Zahlen mit Gewalt assoziieren", schrieb er.  Es ist das zweite Mal, dass die Trump-Regierung eine Klage gegen Comey anstrebt. Im November hatte ein Bundesgericht Anklage gegen den Kritiker von Präsident Trump mit anderen Vorwürfen abgewiesen. Das Gericht begründete dies in seiner Entscheidung damit, dass die mit dem Verfahren befasste Staatsanwältin durch das US-Justizministerium nicht hätte ernannt werden dürfen.  Trump hatte Comey in seiner ersten Amtszeit im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu russischer Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 gefeuert. Das FBI hatte damals mögliche Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam untersucht. © dpa-infocom, dpa:260428-930-6391/1