Datum28.04.2026 19:15
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Vatikan hat einen Vermittler eingesetzt, um den Streit um drei ältere Nonnen im besetzten Kloster Goldenstein in Österreich beizulegen. Erzabt Jakob Auer soll eine Lösung finden, die es den Schwestern erlaubt, in dem von ihnen wiederbezogenen Kloster zu leben. Die Nonnen hatten zuvor ein Altersheim verlassen und das leerstehende Kloster bezogen, was zu Konflikten mit dem zuständigen Propst Markus Grasl führte. Eine Einigung wird angestrebt, nachdem die Nonnen Bedingungen für das Bleiben im Kloster abgelehnt hatten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Besetztes Kloster Goldenstein“. Lesen Sie jetzt „Vatikan ernennt Vermittler für Streit um rebellische Nonnen“. Zur Beilegung des Streits um die drei betagten Nonnen von Goldenstein in Österreich hat der Vatikan einen Vermittler eingesetzt. Der 34-jährige Salzburger Erzabt Jakob Auer soll eine Vereinbarung ausarbeiten, damit die über 80-jährigen Ordensschwestern in dem von ihnen besetzten Kloster bleiben können, wie die Unterstützer der Nonnen mitteilten. Zuvor hatte die kirchliche Nachrichtenagentur Kathpress berichtet. Schwester Bernadette, Schwester Regina und Schwester Rita hatten im September ein ihnen zugewiesenes Altersheim verlassen und das leerstehende Kloster im Schloss Goldenstein bei Salzburg nahe der bayerischen Grenze wieder bezogen. Dort hatten sie zuvor jahrzehntelang gelebt, und dort wollen sie ihren Lebensabend verbringen. Dieser Schritt löste einen Konflikt mit dem für Schwestern zuständigen Ordens-Vertreter, Propst Markus Grasl aus. Nach monatelangem Ringen um eine Lösung ohne direkte Kommunikation zwischen Grasl und den Nonnen wurde Auer als Assistent Grasls eingesetzt, um den Konflikt beizulegen. "Die Gespräche laufen jetzt, und man ist guter Hoffnung, dass das abgeschlossen werden kann", sagte Grasls Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.Grasl hatte angeboten, dass die Ordensfrauen in Goldenstein bleiben dürften. Die Nonnen lehnten das Angebot ab, da er im Gegenzug gefordert hatte, dass sie sich aus sozialen Medien zurückziehen, keine Anwälte engagieren und auf die Hilfe ehemaliger Klosterschülerinnen verzichten. © dpa-infocom, dpa:260428-930-5927/1