China: Autobauer BYD erleidet herben Gewinneinbruch

Datum28.04.2026 15:55

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer weltweit größte E-Auto-Hersteller BYD verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinneinbruch von 55,4 % auf 510 Mio. Euro, bedingt durch Intensiven Wettbewerb und Preiskriege auf dem chinesischen Heimatmarkt. Der Umsatz sank um 11,8 %. BYD versucht, dies durch Exporte auszugleichen, mit Zielen von 25-30 % Wachstum im Ausland.

InhaltBYD ist der weltweit größte E-Auto-Hersteller, in Europa baut das Unternehmen seinen Fußabdruck schrittweise aus. Auf dem Heimatmarkt leidet der chinesische Hersteller aber unter dem Druck der Konkurrenten. Der chinesische Autobauer BYD hat angesichts des harten Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt zum Jahresauftakt ​den stärksten Gewinneinbruch seit sechs Jahren verzeichnet. Mit 4,1 Milliarden Yuan (umgerechnet 510 Millionen Euro) ‌verdiente der weltweit größte Elektroautohersteller 55,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie aus Börsenunterlagen vom Dienstag hervorgeht. Der Rückgang fiel damit noch stärker aus als im vierten Quartal 2025. Der Umsatz schrumpfte zugleich von ​Januar bis März um 11,8 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan. BYD leidet in ⁠China ⁠unter der zunehmenden Konkurrenz durch heimische Rivalen wie Geely oder Leapmotor. Auf dem Markt für Elektroautos tobt in der Volksrepublik seit Jahren ‌ein heftiger Preiskrieg, der auf den ​Margen der Unternehmen ‌lastet. Erschwert wurde die Lage durch den Wegfall von Förderprogrammen für Elektroautos, was den Fahrzeugabsatz in China zu Jahresbeginn einbrechen ließ. BYD war 2025 mit 4,6 Millionen verkauften Autos weltweit der fünftgrößte Autokonzern der Welt und zudem der erfolgreichste Elektroautohersteller: 2025 verkaufte das Unternehmen rund 2,26 Millionen reine Batterieelektrofahrzeuge und überholte damit Tesla (1,63 Millionen Einheiten) als globalen Spitzenreiter. Wie andere chinesische Autobauer versucht auch BYD, ‌die Schwäche auf dem Heimatmarkt durch höhere Exporte wettzumachen. Vincent Sun, Analyst beim Finanzdienstleister Morningstar, sagt für das laufende Jahr ‌ein Exportplus von 25 ​bis 30 Prozent voraus. ‌Das Unternehmen selbst setzte sich zum Ziel, ‌1,5 Millionen ​Fahrzeuge im Ausland zu verkaufen, was einem Anstieg um 40 Prozent verglichen mit 2025 ​entspräche. Die EU will die E-Auto-Förderung an die Produktion der Teile in Europa knüpfen. Die Vizechefin des größten chinesischen Autokonzerns hält davon natürlich überhaupt nichts – und hat eine klare Botschaft an die Politik. Mehr zur geplanten EU-Quote lesen Sie hier .