Datum28.04.2026 15:53
Quellewww.zeit.de
TLDRThüringen strebt im Bundesrat eine Entbürokratisierung für Gesundheitshandwerker wie Optiker und Orthopädieschuhmacher an. Ziel ist, die Versorgung von Patienten mit Hilfsmitteln zukünftig zu beschleunigen. Aktuell sehen sich die Handwerker mit erheblichem Papieraufwand und ständigen Nachweispflichten ihrer Eignung konfrontiert. Die Gesundheitsministerin kritisiert dies als "Bürokratiemonster" und fordert mehr Vertrauen sowie eine Vereinfachung der Prüfverfahren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hilfsmittel“. Lesen Sie jetzt „Weniger Bürokratie bei Versorgung mit Hilfsmitteln“. Gesundheitshandwerker wie Optiker oder Orthopädie-Schuhmacher sollen von Bürokratie entlastet und damit Patienten schneller mit Hilfsmitteln versorgt werden. Das sei Ziel einer Thüringer Initiative im Bundesrat, auf die sich die Landesregierung verständigt habe, sagte Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) in Erfurt. Die Gesundheitshandwerker müssten derzeit neben Verträgen mit allen Krankenkassen viel Papierkram mit Nachweispflichten bewältigen. Zudem müssten sie ununterbrochen nachweisen, dass sie für die von ihnen erbrachten Leistungen geeignet seien. Das sei so, als ob ein Friseur sein Zeugnis vorzeigen müsste, um einen Kunden bedienen zu können, so die SPD-Politikerin. Die Anbieter müssten sich mit einem "Bürokratiemonster" herumschlagen. Aus Sicht von Schenk sollte der Nachweis von Eignung und Qualität erbracht und geprüft werden, aber es müsse nicht ständig wiederkehrende Verfahren mit Zertifizierungsstellen und Betriebsbegehungen geben. Nach ihrer Meinung müsse mehr Vertrauen in die Menschen im Gesundheitshandwerk gesetzt werden. © dpa-infocom, dpa:260428-930-4869/1