Datum28.04.2026 15:53
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Landkreis Gifhorn sind junge Pferde von einer Koppel geflohen, nachdem ein Wolfsrudel in der Nähe gesichtet wurde. Der Besitzer vermutet, dass die Wölfe die Tiere aufschreckten. Einige Pferde wurden verletzt und tierärztlich versorgt. Die Polizei bestätigte den Ausbruch, kann die Wolfs-Ursache aber nicht belegen. Der Besitzer, der bereits einen Wolf sah und von gerissenen Schafen weiß, bemängelt die fehlende finanzielle Unterstützung für wolfssichere Zäune.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landkreis Gifhorn“. Lesen Sie jetzt „Pferde flüchten von Koppel - Besitzer verdächtigt Wolfsrudel“. Nachdem im Landkreis Gifhorn in der Nacht zu Dienstag eine Herde junger Pferde von einer Koppel geflohen ist, hat der Besitzer der Tiere ein Wolfsrudel im Verdacht. Ein Jagdpächter habe ihm am Morgen Bescheid gesagt, dass eine Wildkamera Wölfe im Bild eingefangen habe, die sich in etwa 250 Metern Entfernung zur Pferdeweide aufhielten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor berichtete die "Braunschweiger Zeitung". Er könne es nicht beweisen, dass seine jungen Pferde tatsächlich von Wölfen aufgeschreckt worden seien, räumte er ein. Aber seine Tiere seien seit drei Wochen draußen und schon in den vergangenen Tagen etwas unruhig gewesen. Die Pferde stünden nun zunächst wieder im Stall. In der Nacht sei er von der Polizei informiert worden, dass seine Pferde in Panik von der Koppel ausgebrochen seien. Die Tiere seien alle wieder eingefangen worden. Einige Pferde hätten erhebliche Verletzungen davongetragen. Ein Tierarzt habe sie bereits erstversorgt. Auch Vertreter der Landwirtschaftskammer wollten noch auf den Hof kommen. Eine Sprecherin der Polizei in Gifhorn bestätigte, dass in der Nacht Pferde von einer Weide ausgebrochen waren und wieder eingefangen wurden. Dass Wölfe Panik unter den Tieren ausgelöst hätten, könne sie nicht bestätigen, sagte sie. "Bislang haben wir nur Einzelwölfe hier gesehen", sagte der Pferdehalter. Er selbst habe schon einen Wolf am Dorfrand beobachten können. Schafe seien bereits in der Nähe gerissen worden, aber noch keine Pferde. Einen speziellen Wolfszaun habe er nicht, erklärte er. "Das können wir uns ehrlich gesagt nicht leisten, weil wir das selbst bezahlen müssten." Eine Förderung seitens des Landes gebe es nur, wenn in der Nähe bereits ein Pferd gerissen worden sei. © dpa-infocom, dpa:260428-930-4860/1