Illegaler Tierhandel: EU-Parlament beschließt Chippflicht für Hunde und Katzen

Datum28.04.2026 13:40

Quellewww.zeit.de

TLDRDas EU-Parlament hat eine Chippflicht für Hunde und Katzen beschlossen, um den illegalen Tierhandel einzudämmen. Millionen Euro werden jährlich mit dem Handel von illegal importierten und oft schlecht gehaltenen Tieren verdient. Künftig müssen Haustiere gechippt und in Datenbanken registriert werden, um ihre Herkunft nachzuweisen. Züchter und Händler müssen ihre Tiere innerhalb von vier Jahren chippen lassen, während für private Halter längere Übergangsfristen gelten.

InhaltDer illegale Handel mit Welpen oder Katzenbabys ist ein Milliardengeschäft. In der EU sollen deshalb Katzen und Hunde künftig Chips bekommen, um die Herkunft zu belegen. Alle Hunde und Katzen in der EU sollen künftig einen Chip bekommen und dadurch identifizierbar sein. Das EU-Parlament stimmte einer entsprechenden Verordnung zu. Sie soll den illegalen Handel mit Tierbabys eindämmen. Nach Schätzungen der EU-Kommission verdienen Händler europaweit insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro jährlich mit dem Verkauf solcher Tiere. Viele der Vierbeiner leben in zu kleinen Käfigen, bekommen nicht genug Futter oder die nötigen Impfungen. Hunde und Katzen müssen bald auch in Datenbanken registriert sein. So soll eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Haustieren möglich werden. Die Chippflicht wird schrittweise eingeführt: Züchter und Händler müssen ihre Tiere spätestens bis in vier Jahren gechippt haben. Für private Halter gibt es lange Übergangsfristen: Ihre Hunde müssen bis in zehn Jahren einen Chip haben, Katzen in 15 Jahren. Der Mikrochip hat die Größe eines Reiskorns und kann beim Tierarzt eingesetzt werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.