Datum28.04.2026 11:09
Quellewww.zeit.de
TLDR2025 wurden in Deutschland erstmals mehr Schwangerschaftsabbrüche medikamentös (45%) als operativ (43%) durchgeführt. Die Gesamtzahl der Abbrüche sank leicht auf 106.000. Die meisten Eingriffe erfolgten ambulant. Die Mehrheit der Frauen war zwischen 18 und 34 Jahren alt; 44% hatten zuvor noch keine Kinder.
InhaltIn Deutschland wurden 2025 mehr Schwangerschaften durch ein Medikament abgebrochen als durch einen operativen Eingriff. Die Gesamtzahl der Abbrüche ist zurückgegangen. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland erstmals mehr Schwangerschaftsabbrüche mit dem Mittel Mifegyne als mit der Absaugmethode durchgeführt worden. In 45 Prozent der Fälle wurde das Medikament eingesetzt, in 43 Prozent die sogenannte Vakuumaspiration, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant. Rund 86 Prozent fanden in Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren statt und 12 Prozent ambulant im Krankenhaus. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht um 0,7 Prozent gesunken. Für 2025 wurden insgesamt 106.000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Rund sieben von zehn Frauen, die im Jahr 2025 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt. 20 Prozent waren im Alter zwischen 35 und 39 Jahren. 9 Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Nur 3 Prozent waren jünger als 18 Jahre. 44 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt gebracht. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.