Datum28.04.2026 10:00
Quellewww.spiegel.de
TLDRSabastian Sawe glaubt, bald unter 1 Stunde 58 Minuten laufen zu können. Nach seinem Weltrekord in London, wo er die 2-Stunden-Marke durchbrach, peilt er einen erneuten Rekordlauf an, möglicherweise in Berlin. Sein Trainer sieht noch Potenzial: Es war erst sein vierter Marathon. Sawe setzt sich zudem für sauberen Sport ein, nachdem er und sein Team ein strenges Dopingkontrollprogramm vereinbart haben, mit Unterstützung von Adidas.
InhaltWährend die Sportwelt noch immer nach Erklärungen für seinen Weltrekord in London sucht, nimmt Sabastian Sawe die nächste Zielmarke ins Visier. Womöglich geht der kenianische Läufer im Herbst in Berlin an den Start. Der kenianische Läufer Sabastian Sawe hat nach seinem Weltrekord beim London-Marathon angekündigt, schon bald in einer Stunde und 58 Minuten laufen zu können. "Es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn man sich gut auf ein Rennen vorbereitet hat, ist alles möglich", antwortete Sawe auf eine entsprechende Reporterfrage. Der 31-Jährige hatte in London mit 1:59:30 Stunden die bisherige Bestmarke um 65 Sekunden unterboten und als erster Mensch bei einem offiziellen Rennen die magische Zwei-Stunden-Schallmauer durchbrochen. Im Herbst will er erneut starten. Als möglicher Ort gilt Berlin, dessen Strecke als schneller gilt als die in London. Während die Welt sich noch verwundert die Augen rieb, hatte Sawes Trainer Claudio Berardelli schon kurz nach dem Rennen neue Heldentaten in Berlin oder Chicago angekündigt: "Sabastian hat sein maximales Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Es war erst sein vierter Marathon." Sawe hielt zudem ein Plädoyer für sauberen Sport. "Doping ist ein Krebs geworden in meinem Land", sagte Sawe. Er und sein Team hätten daher entschieden, ein strenges Dopingkontrollprogramm einzuführen, um keine Zweifel an seinen Leistungen aufkommen zu lassen. Er habe zeigen wollen, dass man schnell und sauber laufen könne. Vor allem vor dem Hintergrund mehrerer positiver Dopingfälle von Athletinnen und Athleten aus seiner Heimat Kenia. Wie die BBC berichtete, stellte Adidas der Athletics Integrity Unit (AIU), der Antidopingbehörde der Leichtathletik, 50.000 Dollar zur Verfügung, um Sawe für zwölf Monate regelmäßig testen zu lassen. Geplant seien demnach 25 Tests außerhalb von Wettkämpfen in der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon im September. Billy Sperlich hat Sabastian Sawe vor seinem Marathon-Rekord unter zwei Stunden sportwissenschaftlich betreut. Was Hobbysportler aus den Geheimnissen hinter dem Wunderlauf lernen können, lesen Sie hier .