Datum28.04.2026 06:57
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Kassenärzte-Chef Andreas Gassen kritisiert die geplante Teilkrankschreibung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharf. Statt Entbürokratisierung befürchtet Gassen dadurch mehr Aufwand für Ärzte, da diese komplexe Gutachten über Arbeitsplätze und -umstände erstellen müssten. Die Pläne sehen vor, dass Ärzte künftig Teilarbeitsunfähigkeit von 25, 50 oder 75 Prozent der Arbeitszeit bescheinigen können. Gassen bezeichnet dies als "absurden Ansatz".
InhaltNach den Plänen von Nina Warken sollen Ärzte künftig Teilarbeitsunfähigkeit bescheinigen können. Der Kassenärzte-Chef sieht darin das Gegenteil von Entbürokratisierung. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat die im Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgesehene Teilkrankschreibung abgelehnt. Die KBV halte das für "einen absurden Ansatz", sagte Gassen der Rheinischen Post. Die Ministerin plant, dass Ärzte bei Versicherten in Zukunft eine Teilarbeitsunfähigkeit für 25, 50 oder 75 Prozent der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit feststellen können. "Alle sprechen von Entbürokratisierung, diese Regelung wäre das genaue Gegenteil", sagte Gassen. Für eine Teilkrankschreibung müssten Ärztinnen und Ärzte demnach eine Art Gutachten erstellen und dafür viele Details des Arbeitsverhältnisses beleuchten. Die genaue Kenntnis von Arbeitsplatz und Arbeitsumständen wäre dafür notwendig. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.