In Niedersachsen: Mehr rechtsextreme Straftaten an Schulen

Datum28.04.2026 06:46

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Niedersachsen hat sich die Zahl rechtsextremer Straftaten an Bildungseinrichtungen zwischen 2022 und 2024 mehr als verdoppelt, von 133 auf 322 Fälle. Hauptsächlich handelt es sich um die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole (243 Fälle). Besorgniserregend ist der Anstieg antisemitischer Straftaten, die sich vervierfacht haben. Die Statistik umfasst alle Orte im Bildungssektor, einschließlich Hochschulen. Das Innenministerium bewertet die Entwicklung als Trend.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „In Niedersachsen“. Lesen Sie jetzt „Mehr rechtsextreme Straftaten an Schulen“. In Niedersachsen steigt einem Zeitungsbericht zufolge die Zahl rechtsextremer Straftaten an Schulen. 2024 wurden 322 politisch rechts motivierte Straftaten im Klassenraum, auf dem Schulhof oder in anderen Bildungseinrichtungen registriert – 2022 waren es erst 133 Fälle, wie nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" aus vom Kultus- und Innenministerium vorgelegten Daten des niedersächsischen Landeskriminalamts hervorgeht. Bei den meisten Fällen geht es um die Verwendung sogenannter Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – etwa rechtsextreme Symbole. 243 solcher Fälle wurden 2024 gezählt. Daneben spielen Volksverhetzung (42 Fälle), Sachbeschädigung (19) und Beleidigung eine Rolle. Deutlich ist der Anstieg laut Bericht bei antisemitischen Straftaten: Deren Zahl vervierfachte sich zwischen 2022 und 2024 von 6 auf 24 Fälle.  Die Statistik erfasst dem Zeitungsbericht zufolge nicht nur Schulhöfe, Klassen- und Lehrerzimmer, sondern sämtliche Tatorte im Bildungssektor. Dazu zählen auch etwa Hochschulen. Das Innenministerium schätzte die Entwicklung als besorgniserregenden Trend ein. Laut Kultusministerium werden strafbare Handlungen in den Schulen angezeigt, gleichzeitig werden demnach Vorfälle im Schulalltag aufgearbeitet. © dpa-infocom, dpa:260428-930-1630/1