Nachrichtenpodcast: Israel: Zusammen gegen Netanjahu

Datum28.04.2026 06:01

Quellewww.zeit.de

TLDRIsraels frühere Ministerpräsidenten Jair Lapid und Naftali Bennett bilden ein Wahlbündnis gegen Netanjahu. Ihre Koalition, die 2021 siegte, zerbrach jedoch nach 18 Monaten. Derweil verklagt die Verbraucherzentrale Mondelez wegen "Shrinkflation". Die Schokoladentafeln des Konzerns wurden verkleinert, aber teurer verkauft, ein Trend, der Lebensmittel in Deutschland betrifft und meist mit gestiegenen Kosten begründet wird.

InhaltZwei frühere israelische Ministerpräsidenten haben ein gemeinsames Wahlbündnis angekündigt. Was bedeutet das für Israels Zukunft? Und: Shrinkflation im Supermarkt Die israelischen Politiker Jair Lapid und Naftali Bennett haben ein gemeinsames Wahlbündnis gegen den amtierenden israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu angekündigt. Die beiden früheren israelischen Ministerpräsidenten haben am Sonntag den Zusammenschluss ihrer Parteien angekündigt, um bei der nächsten Wahl zu gewinnen. Diese soll bis Ende Oktober 2026 stattfinden. Das Bündnis aus den Parteien Bennett 2026 ⁠und Jesch Atid werde den Namen "Zusammen" tragen und von dem rechtsgerichteten Bennett geführt werden, teilte dessen ‌Büro ⁠mit. Der liberale Lapid ist derzeit Oppositionsführer, der orthodoxe Bennett ist für eine harte Haltung gegenüber der palästinensischen Bevölkerung bekannt. Die beiden hatten die Wahl 2021 gewonnen, ihre damalige Koalition zerbrach jedoch bereits ⁠18 Monate später. Die ZEIT-Autorin Steffi Hentschke berichtet aus Israel, was das für die Zukunft des Landes bedeuten könnte. Die Verbraucherzentrale hat Mondelez, den Konzern hinter der Schokoladenfirma Milka, wegen Verbrauchertäuschung verklagt. Entschieden ist über die Klage allerdings noch nicht. Die in vielen Supermärkten verkaufte Menge pro Schokoladentafel war Anfang 2025 von 100 auf 90 Gramm reduziert, der Preis dafür von 1,49 auf 1,99 Euro erhöht worden. Das Phänomen, wenn weniger Produkt zu einem teureren Preis verkauft wird, nennt sich "Shrinkflation" und betrifft überwiegend Lebensmittel. In Deutschland gibt es allerdings noch viele weitere Beispiele für Shrinkflation, die die Unternehmen meist mit höheren Lohn- und Rohstoffkosten rechtfertigen. Die Datenredakteurin der ZEIT, Dana Hajek, spricht im Podcast über das Phänomen. Und sonst so? Klingeln für Fische. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Mathias Peer, Marco Fründt und Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.