Iran-Konflikt: Medien: Trump skeptisch gegenüber Irans neuem Vorschlag

Datum28.04.2026 02:47

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Trump steht einem neuen iranischen Vorschlag zur Beilegung des Konflikts laut Medienberichten skeptisch gegenüber. Der Plan sieht die Öffnung der Straße von Hormus und ein Kriegsende vor, wobei Verhandlungen über das Atomprogramm erst später stattfinden sollen. Trump zweifelt an der Ernsthaftigkeit Teherans, während die USA und der Iran über den Umgang mit dem Atomprogramm und die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge im Clinch liegen. Verhandlungen sind ins Stocken geraten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Iran-Konflikt“. Lesen Sie jetzt „Medien: Trump skeptisch gegenüber Irans neuem Vorschlag“. US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die "New York Times" berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.  Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor - über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.  Der Iran blockiert weiterhin den internationalen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Die Meerenge ist unter anderem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.  Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Am Wochenende sagte Trump eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig ab. Die Regierung in Islamabad vermittelt zwischen den Konfliktparteien.  Die USA fordern vom Iran unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den Verzicht auf eine Atombombe. Die Führung in Teheran dementiert Pläne zum Bau von Atomwaffen, besteht aber auf ihrem Recht auf ein ziviles Nuklearprogramm, inklusive des Rechts zur Anreicherung von Uran. © dpa-infocom, dpa:260428-930-1098/1