Forderung der Gewerkschaft: IG Metall: »Sofortprogramm gegen Deindustrialisierung«

Datum27.04.2026 13:41

Quellewww.zeit.de

TLDRDie IG Metall Baden-Württemberg fordert angesichts der Gefahr einer beschleunigten Deindustrialisierung ein schnelles, industriepolitisches Sofortprogramm. Kernforderungen sind ein Zukunftsfonds von mindestens 500 Millionen Euro jährlich für den Mittelstand sowie gezielte Stärkung von Schlüsselbranchen wie Automobilindustrie und Maschinenbau. Der Ausbau von Lade- und Wasserstoffinfrastruktur sowie die Förderung der Batteriezellproduktion wurden ebenfalls gefordert. Dies geschieht im Vorfeld der geplanten Vorstellung eines Koalitionsvertrags zwischen Grünen und CDU im Bundesland.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Forderung der Gewerkschaft“. Lesen Sie jetzt „IG Metall: "Sofortprogramm gegen Deindustrialisierung"“. Die IG Metall Baden-Württemberg hat vor einer beschleunigten Deindustrialisierung im Südwesten gewarnt und ein industriepolitisches Sofortprogramm direkt nach Bildung einer neuen Regierung gefordert. Dazu gehöre unter anderem ein "umfassender Zukunftsfonds von mindestens 500 Millionen Euro jährlich, insbesondere für mittelständische Industrieunternehmen", wie die Gewerkschaft in Stuttgart mitteilte.  "Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht Baden-Württemberg schleichend an industrieller Substanz zu verlieren", sagte Bezirksleiterin Barbara Resch der Mitteilung zufolge. Laut IG Metall brauche es konkrete Maßnahmen. Zentrale Branchen wie Automobilindustrie, Zulieferer und Maschinenbau müssten zudem gezielt gestärkt werden. So sollten etwa Lade- und Wasserstoffinfrastruktur mit verbindlichen Zielen massiv ausgebaut werden. Die Gewerkschaft forderte auch eine Initiative für eine Batteriezellproduktion in Baden-Württemberg.  Die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen und CDU in Baden-Württemberg biegen auf die Zielgerade ein. In den nächsten Tagen beraten die Spitzen über die Ergebnisse der Facharbeitsgruppen. Am Samstag treffen sich dann nach derzeitiger Planung auf beiden Seiten Parteigremien, die über die Ergebnisse der Verhandlungen beraten sollen. Am Montag soll dann der Koalitionsvertrag vorgestellt werden, am 13. Mai ist im Landtag die Wahl des neuen Ministerpräsidenten vorgesehen. © dpa-infocom, dpa:260427-930-998910/1