Phishing-Angriffe auf Signal: Bundesregierung sieht offenbar Russland hinter Phishing bei Signal

Datum27.04.2026 13:38

Quellewww.zeit.de

TLDRMehrere Bundestagsabgeordnete wurden Opfer von Phishing-Angriffen auf Signal. Regierungskreise vermuten Russland als Urheber der Kampagne. Die Bundesregierung hat dies noch nicht offiziell bestätigt, doch die Niederlande und das FBI sehen ebenfalls russische Geheimdienste als verantwortlich an. Die Angreifer erlangten Zugriff auf Chats und Daten von gehackten Konten. Die Bundesanwaltschaft ermittelt.

InhaltMehrere Bundestagsabgeordnete sind Ziel von Phishing-Angriffen auf Signal geworden. Aus Regierungskreisen heißt es, die Urheber könnten in Russland sitzen. Die Bundesregierung geht offenbar davon aus, dass Russland hinter den jüngsten Phishing-Angriffen auf dem Messengerdienst Signal steht. Aus Regierungskreisen heißt es nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa, die laufende Ausspäh-Kampagne werde mutmaßlich von Russland aus gesteuert. Dass die Bundesregierung den Angriff bislang nicht offiziell Russland zuschreibt, dürfte auch damit zusammenhängen, dass dabei Erkenntnisse befreundeter Nachrichtendienste berührt sein könnten. Die Niederlande, wo ähnliche Angriffe registriert wurden, haben Russland bereits als mutmaßlichen Urheber benannt. Auch das FBI sieht die Täter in Verbindung mit russischen Geheimdiensten. Die Bundesanwaltschaft, die wegen der mutmaßlichen Spionage in Deutschland ermittelt, äußerte sich zu einem möglichen Auftraggeber bislang nicht. Der Fall erlangte Aufmerksamkeit, nachdem in der vergangenen Woche mehrere Fälle von Phishing gegen Abgeordnete bekannt wurden. Den Betroffenen wurde vorgespielt, sie würden vom Signal-Support kontaktiert. War die Masche erfolgreich, hatten die Angreifer Zugriff auf die Signal-Chats und -Gruppen sowie auf dort geteilte Fotos und Dateien. Zudem können sie sich bei Signal als die Person ausgeben, deren Konto gehackt wurde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.