UFC-Chef Dana White fand Schüsse bei Gala in Washington »verdammt großartig«

Datum27.04.2026 13:06

Quellewww.spiegel.de

TLDRUFC-Chef Dana White äußerte sich begeistert über einen Vorfall mit Schüssen bei der Korrespondentengala mit US-Präsident Trump. Laut White sei die chaotische Situation, bei der Personen mit Waffen hereinstürmten, eine "verdammt großartige", einzigartige Erfahrung gewesen. Er habe den Moment genossen und nicht wie andere Deckung gesucht. Dies deckt sich mit seinem bekannten, drastischen Sprachgebrauch und seiner Beziehung zu Trump.

InhaltKampfsportveranstalter Dana White war bei dem Angriff auf das Korrespondentendinner mit Donald Trump dabei. Eine "einzigartige Erfahrung", so der schräge Kommentar des UFC-Chefs. Dana White, Chef der Ultimate Fighting Championship (UFC), sorgt mit seiner Reaktion auf den Angriff bei der Korrespondentengala mit US-Präsident Donald Trump in Washington für Aufsehen. White hat laut "Guardian"  ganz vorn im Ballsaal gesessen, als die Veranstaltung durch Schüsse unterbrochen wurde. Statt in dem Chaos nach einem Versteck zu suchen, war White von der Situation offenbar begeistert. "Plötzlich wurde es laut", erzählte White Reportern nach dem Vorfall. "Tische wurden umgeworfen, Typen rannten mit Waffen herein und schrien: 'Runter!' Ich bin nicht runtergegangen – es war verdammt großartig (fucking awesome)", sagte der UFC-Präsident. Er habe jede Minute in sich aufgesogen. Es sei eine "ziemlich verrückte, einzigartige Erfahrung" gewesen. Er habe zunächst gedacht, der Schütze sei in seiner Nähe, als sich die Sicherheitskräfte seinem Tisch näherten, ergänzte er. "Sie kamen auf unseren Tisch zu", sagte White. "Ich dachte, der Schütze wäre bei uns oder so." (Das Interview ist auf dem YouTube-Kanal  der US-Tageszeitung "US Today" zu sehen.) Die UFC ist der größte Veranstalter von Mixed-Martial-Arts-Kämpfen der Welt. White bedient sich in Interviews, Podcasts und Pressekonferenzen einer drastischen Sprache, nutzt auch vulgäre Schimpfwörter. Er verfügt über beste Beziehungen zum US-Präsidenten, trat bei Wahlkampfveranstaltungen auf und lädt den überzeugten UFC-Fan Trump regelmäßig zu großen Events ein. Der neue Bullshit-König: Ein Porträt über den Kampfsport-Promoter Dana White lesen Sie hier . Das Korrespondentendinner der White House Press Association, einer Vereinigung von Journalisten im Weißen Haus, hatte am Samstagabend ein jähes Ende gefunden. Mehr als 2000 Gäste – Pressevertreter, Politiker und hochrangige Mitglieder der Regierung – hatten sich zu diesem Zeitpunkt im großen Ballsaal des Washington Hilton in der US-Hauptstadt versammelt. Dann fielen Schüsse außerhalb des Saales. Trump, der zum ersten Mal dabei war, und seine Frau Melania wurden unversehrt in Sicherheit gebracht. Ein Verdächtiger, laut Medienberichten ein 31 Jahre alter Mann aus Kalifornien, wurde festgenommen (mehr dazu lesen Sie hier ). Mittlerweile sind Fragen zum Sicherheitskonzept aufgekommen, der US-Kongress schaltete sich ein. Trump behauptete am Montag, er habe den Secret Service gebremst. "Ich wollte sehen, was passiert, und ich habe es ihnen nicht einfach gemacht, ich wollte alles sehen", so Trump in einem Interview mit dem Sender CBS News . Sich als toughe Kerle inszenieren – das können UFC-Chef White und sein politisches Idol gleichermaßen gut.