Datum27.04.2026 12:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bund der Steuerzahler kritisiert die Finanzpolitik Sachsen-Anhalts scharf. Der Landeshaushalt sei "außer Kontrolle", mit einer Nettokreditaufnahme von 1,21 Milliarden Euro für 2025, was die Planung übertrifft. Bis 2029 könnte die Landesverschuldung auf 27,6 Milliarden Euro steigen. Der Bund fordert dringende Sparmaßnahmen und kritisiert die Regierung für das Verpassen eines rechtzeitigen Gegensteuerns, was laut ihnen eine "härtere Zeitenwende" nach der Landtagswahl erfordere.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sachsen-Anhalt“. Lesen Sie jetzt „Steuerzahlerbund: "Landeshaushalt ist außer Kontrolle"“. Der Bund der Steuerzahler hat dem Land Sachsen-Anhalt gravierende Fehler in der Finanzpolitik vorgeworfen. "Der Landeshaushalt ist außer Kontrolle geraten. Alle wissen es und keiner tut was", erklärte der Steuerzahlerbund mit Verweis auf aktuelle Zahlen zum Landeshaushalt. Demnach weist der Haushaltsabschluss 2025 eine Nettokreditaufnahme von rund 1,21 Milliarden Euro aus. Das seien rund 80,7 Millionen Euro mehr als eingeplant. Der Schuldenberg des Landes lag den Angaben zufolge Ende 2025 bei rund 24 Milliarden Euro. Er könnte laut dem Steuerzahlerbund bis 2029 auf rund 27,6 Milliarden Euro anwachsen. "Es müsste endlich ernsthaft gespart werden", erklärte die Organisation. Die Landesregierung sei mit ihrem Anspruch an eine nachhaltige Finanzpolitik gescheitert. Durch die "ungehemmte Schuldenpolitik" verspiele die Regierung die Gestaltungsfähigkeit künftiger Generationen. "Weil der Zeitpunkt für ein rechtzeitiges Gegensteuern entgegen aller Warnungen verpasst wurde, brauchen wir nach der Landtagswahl eine umso härtere Zeitenwende in der Finanzpolitik." © dpa-infocom, dpa:260427-930-998717/1