Tarifverhandlungen: Streik im Nahverkehr Sachsen-Anhalt am Mittwoch angekündigt

Datum27.04.2026 11:50

Quellewww.zeit.de

TLDRAm Mittwoch legt der Nahverkehr in Sachsen-Anhalt ganztägig wegen Warnstreiks lahm. Verdi fordert kürzere Schichten, schnelleren Überstundenabbau und mehr Urlaubstage. Die Tarifverhandlungen sind festgefahren, da die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben. Fahrgäste sollten sich auf Ausfälle einstellen und alternative Verkehrsmittel nutzen. Die Verhandlungen werden am 4. und 5. Mai fortgesetzt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifverhandlungen“. Lesen Sie jetzt „Streik im Nahverkehr Sachsen-Anhalt am Mittwoch angekündigt“. Fährgäste im regionalen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt müsse sich in dieser Woche auf Einschränkungen einstellen. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, sind für Mittwoch ganztägige Warnstreiks geplant. Der Ausstand soll mit Dienstbeginn um 2.00 Uhr starten und bis 23.59 Uhr dauern. Betroffen sind mehrere Verkehrsunternehmen im Land, vor allem im Busverkehr in Regionen wie der Börde, dem Harz, dem Salzlandkreis und der Altmark. Welche Verbindungen konkret ausfallen, dürfte regional unterschiedlich sein. Fahrgäste sollten sich vorab bei den jeweiligen Anbietern informieren. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Verdi fordert unter anderem kürzere Schichten von höchstens 9 Stunden statt bisher bis zu 12,5 Stunden, einen schnelleren Ausgleich von Überstunden sowie 30 Urlaubstage bereits zum Berufseinstieg.  "Wir bedauern diese Maßnahme sehr", sagte Verdi-Verhandlungsführer Stefan Hilbig. Doch es liege nach wie vor "kein verhandlungsfähiges Angebot zu den Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen vor". Bereits zuvor hatte die Gewerkschaft ein vorgelegtes Angebot der Arbeitgeber als unzureichend zurückgewiesen.  Die Tarifverhandlungen sollen am 4. und 5. Mai fortgesetzt werden. Weitere Streiks sind bis dahin nicht ausgeschlossen. Fahrgäste werden gebeten, sich auf Ausfälle einzustellen und nach Möglichkeit alternative Verkehrsmittel zu nutzen. © dpa-infocom, dpa:260427-930-998300/1