Donald Trump: Schüsse bei Dinner in Washington - Wer ist der Burrata-Mann?

Datum27.04.2026 11:40

Quellewww.spiegel.de

TLDRBeim White House Correspondents' Dinner gerieten Gäste nach Schüssen in Panik. Ein Mann, Michael Glantz, blieb unbeeindruckt sitzen und aß weiter Burrata. Er gab an, als New Yorker einiges gewohnt zu sein und habe Rückenprobleme sowie Hygienebedenken gehabt, sich auf den dreckigen Boden zu legen.

InhaltUmgestürzte Tische, Chaos, hektische Secret-Service-Agenten: Nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington geraten viele Gäste in Panik. Wer ist der Mann, der ungerührt sitzen blieb? Als der mutmaßliche Angreifer in das Hilton eindringt, in dessen Untergeschoss am Samstagabend das "White House Correspondents’ Dinner stattfindet, passieren mehrere Dinge gleichzeitig. Beamte des Secret Service stürmen in den Raum, bringen US-Präsident Donald Trump und seine Kabinettsmitglieder in Sicherheit. Die 2600 Gäste, viele von ihnen Journalisten, gehen in Deckung. Einige greifen noch nach den Weinflaschen von ihren Tischen. Die etwas pflichtbewussteren lugen unter den Tischplatten hervor, um die Szene zu filmen. Nur ein Mann tut so, als wäre nichts passiert. Auf Aufnahmen von CNN ist zu sehen, wie er auf seinem Stuhl sitzen bleibt. Ungerührt schaut er im Saal umher. Dann gönnt er sich noch einen Bissen vom Burrata-Salat, der an dem Abend mit jungen Erbsen serviert wurde. Im Hintergrund ist eine nervöse Sicherheitskraft mit Sturmgewehr zu sehen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Das Video ging rasch um die Welt. Der "salad man", das weiß man inzwischen, heißt in Wahrheit Michael Glantz. Er arbeitet als Agent bei der Creative Artists Agency – und vertritt unter anderem den CNN-Moderator Wolf Blitzer. Angst habe er nicht verspürt, sagte Glantz der "New York Times". Er sei New Yorker und als solcher einiges gewohnt. Ähnlich wie Trump wolllte Glantz sich die spektakulären Szene schlicht nicht entgehen lassen: "Hunderte von Secret-Service-Agenten warfen sich über Tische und Stühle, und ich wollte zusehen." Außerdem gibt es noch zwei weitere, nun ja, profane Gründe für das heroische Verhalten. Erstens, sagte Glantz, habe er Rückenprobleme. "Ich konnte mich nicht auf den Boden legen, und wenn ich es doch getan hätte, hätten sie Leute holen müssen, um mich wieder hochzuholen." Und zweitens, so Glantz, sei er ein absoluter Hygiene-Freak. Mit dem neuen Smoking auf den dreckigen Hilton-Boden? "Auf gar keinen Fall."