Datum27.04.2026 10:25
Quellewww.zeit.de
TLDREin Verbändebündnis, angeführt vom ADAC und ZVEI, fordert die Abschaffung nationaler Sonderregeln für die Prüfung von E-Ladesäulen zugunsten der Umsetzung einer EU-Richtlinie. Aktuell verursachen deutsche Prüfungen Millionenkosten und führen zu höheren Strompreisen sowie Ausfallzeiten. Die Verbände schlagen effizientere Kontrollen, wie stichprobenartige Nacheichungen durch Hersteller, vor, um Nutzerkosten und Einschränkungen zu reduzieren.
InhaltE-Ladesäulen werden nach Ansicht des ADAC und weiterer Verbände zu kostenintensiv geprüft. Sie fordern, nationale Sonderregeln abzuschaffen und EU-Recht umzusetzen. Der Elektroverband ZVEI und der ADAC haben gefordert, deutsche Sonderregeln für die Prüfung von E-Ladesäulen abzuschaffen und stattdessen eine EU-Richtlinie in deutsches Recht umzusetzen. Das würde die Prüfungen hierzulande effizienter und kostengünstiger machen, teilten ZVEI und ADAC in einer gemeinsamen Erklärung mit anderen Fachverbänden mit. Das Verbändebündnis kritisiert, dass die Kontrollen der E-Ladesäulen nach deutschem Mess- und Eichrecht Millionenkosten verursachten. Die Prüfungen könnten ohne Nachteile für den Nutzerschutz effizienter durchgeführt werden. Etwa könnten die turnusmäßigen Nacheichungen von privaten Ladestationen stichprobenartig durch die Hersteller erfolgen. Dann seien keine erneuten Kontrollen notwendig, wenn zum Beispiel durch qualifizierte Dienstleister Kabel ersetzt würden. Das Verbändebündnis kritisiert vor allem, dass durch zusätzliche Nacheichungen Mehrkosten entstehen. Diese werden beispielsweise dann notwendig, wenn Kabel ausgetauscht wurden oder nach Diebstählen. Infolge der häufigen Nacheichungen würde sich der Strompreis an den Ladesäulen erhöhen und die Ladesäulen seien während der Prüfzeit nicht nutzbar, kritisierten die Verbände. In Deutschland gibt es 200.000 öffentliche Ladepunkte und knapp 50.000 Schnellladepunkte. Die Behörden gehen von jährlich 6.000 Eichungen aus, wenn alle acht Jahre nachgeeicht wird.