Datum27.04.2026 10:03
Quellewww.spiegel.de
TLDRIran hat den USA über Pakistan ein Ende der Blockade der Straße von Hormus im Austausch für eine Aufhebung der US-Blockade angeboten. Das iranische Atomprogramm wurde nicht thematisiert. US-Präsident Trump lehnt den Vorschlag ab, da er ein umfassendes Abkommen inklusive der Beendigung des Atomprogramms anstrebt. Gespräche in Pakistan scheiterten, da Iran die Aufhebung der US-Blockade forderte. Der iranische Außenminister trifft sich unterdessen mit Putin.
InhaltAm Wochenende haben keine Verhandlungen zwischen den USA und Iran stattgefunden, nun soll Teheran ein Ende der Hormus-Blockade angeboten haben. Doch den USA dürfte an dem Vorschlag etwas Zentrales fehlen. Iran hat offenbar angeboten, seine Blockade der Straße von Hormus aufzuheben. Im Gegenzug sollen auch die USA ihre Blockade beenden, wie Beamte, die mit dem Vorschlag vertraut sind, der Nachrichtenagentur Associated Press mitteilten. Das Atomprogramm sei darin nicht thematisiert worden. Der neue Vorschlag wurde den Berichten zufolge bereits von Pakistan an die Vereinigten Staaten weitergeleitet. Jedoch ist nicht damit zu rechnen, dass US-Präsident Donald Trump dem zustimmen wird, da das iranische Atomprogramm für ihn ein zentrales Anliegen ist. Dieses wolle er im Rahmen eines Gesamtabkommens beendet wissen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und einen dauerhaften Waffenstillstand zu vereinbaren. Das Angebot kommt, nachdem eine erwartete Verhandlungsrunde in Islamabad nicht stattgefunden hat. Pakistan hatte sich bemüht, die ins Stocken geratenen Gespräche zwischen Iran und den USA wieder in Gang zu bringen. US-Präsident Donald Trump sagte die Pläne seiner Spitzenvertreter für eine Reise nach Islamabad jedoch ab, nachdem Iran darauf bestanden hatte, dass die USA ihre Blockade der iranischen Häfen beenden müssten, bevor neue Gespräche stattfinden könnten. Am frühen Montag teilte das Central Command des US-Militärs mit, dass es während der Blockade bislang 38 Schiffe zurückgeschickt habe. Araghchi entgegnete, es sei die Haltung und die "überzogenen Forderungen" der USA gewesen, die "die Verhandlungen verzögert habe". Derweil ist der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Montagmorgen in Sankt Petersburg gelandet, um sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Araghchi war in den Tagen zuvor zu Gesprächen in Pakistan und in Oman, das sich die Meerenge mit Iran teilt. "Es ist eine gute Gelegenheit für uns, uns mit unseren russischen Freunden über die Entwicklungen im Kontext des Krieges in dieser Zeit und über die aktuellen Ereignisse auszutauschen", sagte Araghchi in einem von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Videointerview.