Datum27.04.2026 07:15
Quellewww.zeit.de
TLDRDas US-Militär hat im Pazifik erneut ein mutmaßliches Drogenboot angegriffen und dabei drei Menschen getötet. Dies ist der sechste Angriff dieser Art im April. Laut US-Angaben seien die Männer auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen. Die Behauptungen ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Diese Angriffe auf angebliche Drogenboote im Pazifik und der Karibik laufen seit Herbst 2023 auf Anordnung von Präsident Trump. Kritiker bezweifeln die völkerrechtliche Zulässigkeit solcher Aktionen.
InhaltBereits zum mindestens sechsten Mal im April hat das US-Militär angebliche Drogenschmuggler im Pazifik angegriffen. Drei Männer wurden dabei getötet. Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein Boot angegriffen, mit dem mutmaßlich Drogen geschmuggelt wurden. Dabei wurden laut US-Angaben drei Männer getötet. Sie seien nach Erkenntnissen der Geheimdienste auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen und hätten sich am Schmuggeln von Drogen beteiligt, sagte das zuständige US-Regionalkommando Southern Command (Southcom) auf X. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres angebliche Drogenboote in der Karibik und im östlichen Pazifik an. Southcom zufolge kam es allein seit Anfang April bereits zu fünf Angriffen im Pazifik und einem Angriff in der Karibik, bei denen insgesamt 19 Menschen starben. Das US-Militär legte bisher kaum Beweise dafür vor, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker bezweifeln, dass die Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.