Stau ins lange Wochenende: ADAC erwartet viel Verkehr zum langen Mai-Wochenende

Datum27.04.2026 04:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDer ADAC erwartet zum langen Mai-Wochenende viel Verkehr auf den Autobahnen, insbesondere am Donnerstag. Hohe Spritpreise könnten jedoch dazu führen, dass einige Reisende auf Fahrten verzichten oder abwarten, bis die Energiesteuersenkung greift. Die Auswirkungen dieser Senkung auf die Preise sind jedoch unklar. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bereits zu Ostern weniger Staus. Besonders betroffen sollen die A1, A2 und A3 sein. Alternativrouten über Landstraßen sind oft keine gute Lösung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stau ins lange Wochenende“. Lesen Sie jetzt „ADAC erwartet viel Verkehr zum langen Mai-Wochenende“. Ob zum langen Wochenende an die Nordsee oder zum Verwandtenbesuch: Der Start in das Wochenende um den 1. Mai könnte für viele Reisende einer der staureichsten Tage im ganzen Jahr werden. Vor allem am Donnerstag rechnet der ADAC mit sehr viel Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. "Der Donnerstag ist grundsätzlich schon der zweitstaureichste Tag der Woche. Zum starken Berufsverkehr kommen ab Mittag noch Reisende hinzu, die das lange Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen", sagt der Leiter des Fachbereichs Verkehr und Umwelt beim ADAC Nordrhein, Roman Suthold. Im vergangenen Jahr gab es laut ADAC zum Start ins 1.-Mai-Wochenende die drittlängsten Staus des ganzen Jahres. Damals waren allerdings auch Benzin und Diesel noch deutlich günstiger als heute. Die hohen Preise könnten in diesem Jahr deutlich Wirkung zeigen, glaubt Suthold. "Aufgrund der extremen Spritpreise könnten manche Autofahrer auf Freizeitfahrten verzichten oder erst am Freitag losfahren, wenn die Energiesteuersenkung greifen soll", sagt er. Ob es viel bringt, den einen Tag bis zum Inkrafttreten der Steuersenkung zu warten, ist aber unklar. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Preise am 1. Mai ab Mitternacht sofort um 17 Cent sinken, sondern innerhalb einiger Tage sukzessive fallen", sagt der Verkehrsexperte. Schon in den Osterferien habe man bei der Verkehrslage auf den Autobahnen deutlich gemerkt, dass viele Menschen im Moment auf einen längeren Ausflug mit dem Auto verzichteten. "Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang am Osterwochenende, an dem traditionell viele Tagesausflüge und Familienbesuche stattfinden", sagt Suthold.  Im Vergleich zum Vorjahr habe es auf den NRW-Autobahnen etwa am Gründonnerstag 16 Prozent weniger Staustunden gegeben, an Karfreitag 39 Prozent und am Ostermontag 20 Prozent weniger. Die größte Staugefahr sieht der ADAC am Donnerstag auf der A1 (Köln-Hamburg), der A2 (Oberhausen-Hannover) und der A3 (Köln-Emmerich). Im Ruhrgebiet dürften der Bereich Oberhausen/Duisburg (A3/A40), die Region Bochum/Herne/Recklinghausen (A43) sowie das Kamener Kreuz (A1) Schwerpunkte sein. Auch auf der A46 durch Wuppertal sei die Staugefahr groß. Am Maifeiertag selbst und am Wochenende rechnet der ADAC dann nur noch an besonders beliebten Ausflugszielen mit Verzögerungen auf den Straßen - die meisten Autobahnen sollen dann frei sein. Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC übrigens nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft und für massenweise Zusatzverkehr nicht ausgelegt. © dpa-infocom, dpa:260427-930-997136/1