Datum27.04.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRVor dem Oberlandesgericht Koblenz beginnt ein Prozess gegen einen 48-jährigen Syrer. Ihm werden 70-facher Mord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Er soll als Wärter in einem syrischen Geheimdienstgefängnis in Damaskus tätig gewesen sein. Dort wird ihm vorgeworfen, Gefangene gefoltert und misshandelt zu haben, was zum Tod von mindestens 70 Häftlingen führte. Der Angeklagte befindet sich seit Mai 2025 in Untersuchungshaft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozessbeginn“. Lesen Sie jetzt „Syrischer Ex-Wärter wegen Mordes in 70 Fällen angeklagt“. Er soll für Folter, brutale Verhöre und den Tod zahlreicher Häftlinge mitverantwortlich sein: Ein 48 Jahre alter syrischer Staatsangehöriger steht von Montag (11.00 Uhr) an vor dem Oberlandesgericht Koblenz. Ihm wird Mord in 70 Fällen vorgeworfen, außerdem Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie das Gericht mitteilte. Dem Mann wird zur Last gelegt, 2011 und 2012 als Wärter in einem Gefängnis des syrischen Geheimdienstes in Damaskus tätig gewesen zu sein. In dieser Funktion habe er sich an zahlreichen Verhören beteiligt, bei denen Gefangene misshandelt und gefoltert worden seien. Dem Syrer wird vorgeworfen, Häftlinge mit Stromstößen und Schlägen misshandelt zu haben. Insgesamt sollen infolge der Gewalt und der lebensfeindlichen Haftbedingungen mindestens 70 Gefangene gestorben sein, heißt es in der Anklage laut Gericht. Der Mann befindet sich seit seiner Festnahme im Mai 2025 in Untersuchungshaft. © dpa-infocom, dpa:260427-930-996979/1