Julia Stiles hasste es, bei Castings zum Lächeln gezwungen zu werden

Datum26.04.2026 22:07

Quellewww.spiegel.de

TLDRJulia Stiles empfand es als Teenagerin als frustrierend, bei Castings oft aufgefordert zu werden, mehr zu lächeln und sexier zu sein. Ihre Rolle als unabhängige und ernste Kat Stratford in "10 Dinge, die ich an dir hasse" war daher eine Befreiung. Dieses Filmdebüt prägte ihre Karriere und etablierte sie als Ikone des Teenagerkinos. Der Film, eine moderne Adaption von Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", wird auch 25 Jahre später noch für seine weibliche Protagonistin gefeiert.

InhaltImmer sollte sie lächeln, sexy sein, weniger ernst. Schauspielerin Julia Stiles erinnert sich an die ersten Vorsprechen als Teenie nur ungern. In einer Rolle durfte sie dann aber endlich motzen. Im Teenie-Film "10 Dinge, die ich an dir hasse" spielte Julia Stiles, 45, die junge unabhängige Kat Stratford, die den Jungs in ihrem Umfeld dauernde Konter gibt; die oft auch wütend und ernst ist. Da war die Schauspielerin ihrer Rolle ganz ähnlich. In einem Video auf Instagram  berichtet sie von dem Satz, der sie früher bei Castings auf die Palme gemacht hat: Sie solle "mehr lächeln". "Lächle einfach, sei fröhlicher und spritziger": Diese Sätze seien ihr im Kopf geblieben. Als Teenagerin sei ihr bei jedem einzelnen Casting gesagt worden, sie sei so ernst – zu ernst. "Und das hat mich einfach wütend gemacht", fährt sie fort. Zum Glück habe sie die Rolle der Kat Stratford im Film "10 Dinge, die ich an dir hasse" gefunden. Ihre Rolle in dem 1999 erschienenen Teenager-Klassiker sollte ihre Karriere prägen und dem Publikum eine der unvergesslichsten Protagonistinnen des Genres vorstellen – eine, die viel unabhängiger war als einige der traditionell optimistischen weiblichen Figuren, die man damals oft sah. "Es hat einfach so viel Spaß gemacht, sie zu spielen, weil sie sich nicht davon leiten ließ, was andere über sie urteilten", sagte Stiles über ihre Rolle. "Wie toll ist es, dass sich auch 25 Jahre später noch Frauen verschiedener Generationen von ihr und diesem Film angesprochen fühlen?" Der Film, der sich lose an "Der Widerspenstigen Zähmung" von Shakespeare orientierte, avancierte zu einem kulturellen Meilenstein und trug dazu bei, Stiles als prägende Figur des Teenagerkinos der späten Neunziger- und frühen Nullerjahre zu etablieren. Im Jahr 2025 berichtete Stiles dem Magazin "People"  über die Kommentare zu ihrer Ernsthaftigkeit: "Ich war eine 17-jährige Schauspielerin, die zum Vorsprechen ging und viele nervige Kommentare bekam wie ›Du bist zu ernst‹, ›Du musst sexier sein‹ oder ›Lächle mehr‹. Ich war dafür empfänglich, weil ich noch dabei war, herauszufinden, wer ich war." Dann habe sie "10 Dinge, die ich an dir hasse" gelesen, und "Kat Stratford war dieses temperamentvolle, freimütige Mädchen, dem es egal war, was andere über sie dachten." Der Film sei für sie immer noch sehr wichtig: "Es bedeutete mir also sehr viel, in diesem Film mitzuspielen, und dass er die Menschen immer noch anspricht, ist einfach großartig".