Datum26.04.2026 20:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie CDU gewann die Stichwahl zum Oberbürgermeister in Schwerin. Sebastian Ehlers setzte sich mit 54 Prozent gegen die gemeinsame Kandidatin von SPD und Linken durch. In Wismar siegte der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge deutlich mit 68,2 Prozent gegen die AfD-Kandidatin. Diese Wahlen geben einen Ausblick auf die Landtagswahl im September, bei der die AfD in Umfragen derzeit stark führt.
InhaltIn der Landeshauptstadt konnte die CDU die OB-Wahl für sich entscheiden. Der Vorsprung auf die Kandidatin von SPD und Linken war allerdings nicht groß. In Wismar siegte die SPD deutlicher gegen die AfD. In den größten Städten Mecklenburg-Vorpommerns haben die Bürgermeisterwahlen den ersten Ton für die Landtagswahl im September gesetzt: Der CDU-Kandidat Sebastian Ehlers hat die Stichwahl zum Oberbürgermeister von Schwerin gewonnen. Auf ihn entfielen 54 Prozent der Stimmen in der Landeshauptstadt. Seine Kontrahentin Mandy Pfeifer, die als Gemeinschaftskandidatin von SPD und Die Linke angetreten war, erhielt 46 Prozent. Ehlers ist bisher Landtagsabgeordneter. In der Schweriner Kommunalpolitik war er zuletzt als Stadtpräsident aktiv. Nun tritt er die Nachfolge des Ende 2025 vorzeitig als OB zurückgetretenen SPD-Politikers Rico Badenschier an. Badenschier hatte neun Jahre an der Spitze der knapp 100.000 Einwohner zählenden Landeshauptstadt gestanden. Er war unter anderem wegen schwerwiegender Differenzen mit der Stadtvertretung vorzeitig gegangen. In Wismar setzte sich in der Stichwahl der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge klar gegen Manuela Medrow von der AfD durch. Junge bekam 68,2 Prozent der Stimmen, die AfD-Frau nur 31,8 Prozent. Ein deutlicher Sieg von Junge war erwartet worden, nachdem Medrow in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl vor zwei Wochen nur 20,5 Prozent bekommen hatte. Junge erhielt damals mit 42,1 Prozent gut doppelt so viele Stimmen wie Medrow. Junge folgt im Amt des Bürgermeisters dem ebenfalls der SPD angehörenden Thomas Beyer nach. Beyer war nach 16 Jahren an der Verwaltungsspitze der rund 44.000 Einwohner zählenden Stadt nicht wieder angetreten. Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Die AfD liegt in aktuellen Umfragen 10 und sogar 14 Punkte vor der SPD. Die Partei ist etabliert in Mecklenburg-Vorpommern, holte bei den Kommunalwahlen und der Bundestagswahl die meisten Stimmen. Deutschland diskutiert derzeit über einen möglichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt – dabei ist die Lage in Mecklenburg-Vorpommern genauso ernst. Wie sich SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig durchsetzen will, lesen Sie hier .