Washington: Donald Trump spricht über mögliches Motiv des Schützen - Manifest aufgetaucht

Datum26.04.2026 19:00

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Schütze stürmte eine Sicherheitskontrolle beim Korrespondentendinner des Weißen Hauses. Seine Familie informierte die Polizei kurz zuvor über ein Manifest, das Mordabsichten gegen Regierungsbeamte enthielt. US-Präsident Trump nannte antichristliche Ansichten als mögliches Motiv des Täters. Ermittler gehen davon aus, dass Mitglieder der Trump-Regierung im Visier waren. Der Schütze nahm laut seiner Schwester an Anti-Trump-Demonstrationen teil.

InhaltSeine Geschwister warnten die Behörden, er soll auf einer "No Kings"-Anti-Trump-Demonstration teilgenommen haben. Und US-Präsident Trump äußert sich nun zu einem möglichen Motiv. Der mutmaßliche Schütze, der beim Korrespondentendinner des Weißen Hauses durch eine Sicherheitskontrolle stürmte, hat offenbar vor seiner Tat ein Manifest veröffentlicht. Wie der Sender CNN berichtet , informierte die Familie von Cole Tomas Allen die Polizei wenige Minuten vor dem Vorfall über ein Manifest, in dem "klar zum Ausdruck kam, dass er Regierungsbeamte ins Visier nehmen wollte", so das Weiße Haus. Beim jährlichen Korrespondentendinner der White House Press Association, einer Vereinigung von Journalisten im Weißen Haus, fielen Schüsse in einem Kontrollbereich außerhalb des Festsaals. US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania wurden unversehrt in Sicherheit gebracht. Der Schütze hat US-Präsident Donald Trump zufolge antichristliche Ansichten. "Wenn man sein Manifest liest, merkt man, dass er Christen hasst. Das steht fest, er hasst Christen", sagte Trump dem Sender Fox News. Nähere Angaben zu dem Schriftstück machte der Präsident nicht. Trump bezeichnete den Angreifer als "verrückten Typen." Familienmitglieder hätten zu den antichristlichen Ansichten sogar Angaben bei den Sicherheitsbehörden gemacht. Die "New York Post" veröffentlichte eine Abschrift des Manifests . Nach Angaben des Weißen Hauses haben der US-Secret-Service und die Polizei von Montgomery County die Schwester des Verdächtigen in der Wohnung der Familie in Rockville, Maryland, befragt. Das berichtet der Sender CNN. Sie habe ihnen erzählt, ihr Bruder neige zu radikalen Äußerungen und seine Rhetorik deute auf einen Plan hin, "etwas" zu tun. Sie bestätigte demnach außerdem, dass Allen zwei Handfeuerwaffen und eine Schrotflinte gekauft und diese im Haus ihrer Eltern aufbewahrt habe. Die Schwester teilte den Behörden demnach auch mit, dass ihr Bruder regelmäßig den Schießstand aufgesucht habe, um mit seinen Waffen zu trainieren, und Teil einer Gruppe namens "The Wide Awakes" war. Sie sagte, ihr Bruder habe zuvor an einer "No Kings"-Anti-Trump-Demonstration in Kalifornien teilgenommen. Das Motiv des Verdächtigen sei Teil der Ermittlungen, hatte Justizminister Todd Blanche zuvor mitgeteilt. Ersten Erkenntnissen zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass der Schütze Mitglieder der Trump-Regierung ins Visier genommen hatte, so Blanche.