Datum26.04.2026 17:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRWerder Bremen sicherte sich durch ein 1:1 gegen den VfB Stuttgart einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Jens Stage erzielte seinen zehnten Saisontreffer zur Führung, doch Ermedin Demirovic glich für Stuttgart aus. Bremen hat nun sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, während Stuttgart im Rennen um die Champions League strauchelt.
InhaltZwar reichte Jens Stages zehnter Saisontreffer nicht für den Sieg, dennoch steht Werder Bremen kurz vor dem vorzeitigen Klassenerhalt. Der VfB Stuttgart lässt hingegen Punkte im Kampf um die Königsklasse liegen. Der SV Werder Bremen darf nach einem Punktgewinn beim VfB Stuttgart vorsichtig für eine weitere Saison in der Fußball-Bundesliga planen. Beide Teams trennten sich nach Treffern von Bremens Top-Torschütze Jens Stage (18. Minute) und dem eingewechselten Stuttgarter Ermedin Demirovic (61.) 1:1 (0:1). Damit springen die Bremer auf Tabellenplatz zwölf und haben nun drei Spieltage vor Schluss komfortable sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der VfB Stuttgart hingegen muss nach Einzug ins DFB-Pokalfinale unter der Woche weiter um die Qualifikation für die Champions League zittern. Die Mannschaft verbleibt auf Platz vier, ist nun aber punktgleich mit der fünftplatzierten TSG Hoffenheim. Drei Tage nach dem kräftezehrenden 120-Minuten-Duell im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg rotierte der VfB auf sechs Positionen. Bei Werder saß Victor Boniface erstmals seit seiner Knie-OP wieder auf der Ersatzbank. Noch im Januar hatte der Club mitgeteilt, dass der Nigerianer aufgrund des Rehaprozesses in dieser Saison voraussichtlich kein Spiel mehr bestreiten werde. Im Vergleich zum Derbysieg gegen den HSV rückte lediglich Verteidiger Niklas Stark für Offensivkraft Justin Njinmah in die Startelf. Dementsprechend stand Werder zunächst tief, konnte jedoch durch Senne Lynens Schuss die erste Chance der Partie verbuchen (7.). Wenig später gingen die Gäste durch Stage in Führung: Nach einem Doppelpass mit Yukinari Sugawara zog der Däne von der Strafraumkante ab und schloss flach ins lange Eck zur Führung ab. Mittelfeldspieler Stage, der bereits in der Vorwoche im Nordderby doppelt getroffen hatte, erhöhte damit sein Torekonto auf zehn Treffer – genauso viele wie in der vergangenen Spielzeit. Eine zweistellige Anzahl an Toren in aufeinanderfolgenden Saisons gelang Werder-Mittelfeldgrößen wie Johann Micoud oder Torsten Frings nie. Stuttgart erhöhte den Druck, scheiterte aber in Form von Bilal El Khannouss an einer Glanzparade von Werder-Keeper Mio Backhaus. Einen Kopfball aus nächster Distanz lenkte dieser über die Latte (22.). Selbst Stuttgarts Maskottchen Fritzle hatte die Arme hinter dem Tor schon jubelnd gen Himmel gestreckt. Kurz vor der Pause verpasste Bremens Winterzugang Jovan Milošević sogar, die Führung zu erhöhen (41.). Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hielt Werder die VfB-Offensive – immerhin nach Treffern die zweitbeste der Liga – in Schach. Sebastian Hoeneß bewies ein goldenes Händchen und brachte Demirovic. Der Bosnier erzielte vier Minuten nach seiner Einwechslung per Kopf den Ausgleich. Stuttgart drängte in der Folge auf den Siegtreffer. Erst in der 70. Minute kam Werder einmal mehr durch Stage gefährlich vors Tor, der Däne traf dieses Mal den Ball aber nicht richtig.