Datum26.04.2026 11:07
Quellewww.zeit.de
TLDRDschihadisten (JNIM) und Tuareg-Rebellen (FLA) bekennen sich zu Angriffen auf militärische Ziele in Mali. Sie bezeichnen ihre vereinten Aktionen als "Transformation im Dienste der Religion, des Landes und des Volkes". Die Regierung meldete 16 Verletzte und das Militär erklärte, die Lage sei "unter Kontrolle". Die FLA behauptet, Kidal sowie Stellungen in Gao übernommen zu haben. Bamako verhängte eine dreitägige Ausgangssperre.
InhaltDie dschihadistische JNIM und die Tuareg-Rebellen FLA haben in Mali nach eigenen Angaben mehrere militärische Ziele attackiert. Laut der Regierung gab es 16 Verletzte. Nach den Angriffen auf militärische Ziele in Mali haben sich mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Dschihadisten und die von Tuareg dominierte Rebellenallianz FLA zu gemeinsamen Angriffen bekannt. "Gemeinsam führen wir eine wahrhaftige Transformation aus, im Dienste der Religion, des Landes und des Volkes", gab der regionale Al-Kaida-Ableger JNIM bekannt. In Malis Hauptstadt Bamako und weiteren Städten des westafrikanischen Krisenstaates war es zuvor zu Gefechten zwischen der Armee und bewaffneten Angreifern gekommen. Die Gruppen hatten sich zunächst unabhängig voneinander zu Angriffen auf verschiedene Orte bekannt. Die FLA teilte in sozialen Medien mit, ihre Kämpfer hätten "die Kontrolle" über Kidal und mehrere Stellungen in Gao übernommen. In einer Mitteilung bekannte sich die Gruppe zu den Überfällen in Kati, Kidal, auf den Flughafen von Bamako sowie in weiter nördlich gelegenen Orten, darunter Mopti, Sévaré und Gao. Laut einem Regierungssprecher wurden 16 Menschen verletzt. Das Militär teilte mit, dass die Situation "unter Kontrolle" sei. Die Tuareg-Rebellengruppe FLA gab allerdings an, sie habe die Stadt Kidal im Norden des Landes eingenommen. Die Regierung in Bamako verhängte eine nächtliche Ausgangssperre für die nächsten drei Tage. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.