Fußball-Bundesliga: Kölner Derby-Frust: »Unfassbar stolz«, aber ohne Lohn

Datum26.04.2026 10:40

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Kölner Derby verlor der FC unglücklich 1:2 gegen Bayer Leverkusen. Trotz einer starken Leistung und vielen ausgelassenen Torchancen, insbesondere von Said El Mala, reichte es nicht. Ein umstrittener Elfmeter zum 1:0 und knapp verpasste Ausgleichschancen führten zur Enttäuschung. Trainer Wagner zeigte sich stolz auf die Leistung, bedauerte aber die mangelnde Belohnung. Positiv stimmten die Ergebnisse der Konkurrenz, wodurch der Abstand zum Abstiegsplatz gleich blieb. Köln bleibt Elfter und hofft auf die restlichen Spiele.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Kölner Derby-Frust: "Unfassbar stolz", aber ohne Lohn“. Nach dem Abpfiff verbarg Kölns Said El Mala sein Gesicht enttäuscht im Trikot – der Frust des 19-Jährigen war deutlich sichtbar. Bei der unglücklichen 1:2-Niederlage im Derby gegen Bayer Leverkusen war der Shootingstar zweifelsohne der Pechvogel des Spiels. Mit neun Versuchen gab er genauso viele Torschüsse ab, wie die komplette Leverkusener Mannschaft. Doch er traf mehrfach nur Aluminium, scheiterte am Keeper – und sogar am leeren Tor. "Mit Said muss heute keiner sprechen, das weiß er selbst", sagte Kölns Trainer René Wagner über die Riesenchance in der 35. Minute, als El Mala Bayer-Keeper Janis Blaswich bereits umspielt hatte und aus spitzem Winkel auf das leere Tor zulaufend nur den Pfosten traf. "Daran muss er weiter arbeiten. Das ist für alle hier im Stadion ärgerlich, für uns genauso wie für ihn. Aber der Junge macht das nicht mit Absicht", betonte der 53-Jährige.  Für Frust bei den Kölnern sorgte auch der gegebene Elfmeter für ein Handspiel von Eric Martel an der Strafraumkante, den Leverkusens Patrik Schick zum zwischenzeitlichen 1:0 verwandelte. "Das ist kein Elfer. Die Begründung des Schiris war, dass der Arm rausgeht. Der Arm geht nicht raus, der ist nah am Körper", sagte Wagner genervt. Verursacher Martel betonte: "Mehr als den Arm hinter meinem Körper zu lassen, kann ich nicht."  Mit etwas Abstand und nach Ansicht der Bilder zweifelte auch Schiedsrichter Robert Hartmann seine Entscheidung durchaus an. Der Unparteiische erklärte nach der Partie bei Sky, dass er sich "besser fühlen würde, wenn ich hier auf Weiterspielen entschieden hätte". "Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder mit gucke, muss ich sagen, der Arm ist schon sehr, sehr nahe am Körper", erläuterte Hartmann dazu. Ein Umstand, der Köln im Nachhinein allerdings nicht mehr hilft. Immerhin sorgten die Ergebnisse der Konkurrenz für etwas Trost Kampf um den sicheren Klassenerhalt, denn keiner der direkten Rivalen im Tabellenkeller konnte drei Punkte holen. "Das lässt die Niederlage vielleicht ein bisschen besser verdauen. Am Ende ist der Abstand nicht größer geworden. Die Spiele sind weniger geworden, das ist logisch eine bessere Situation für uns", sagte Wagner.  Drei Spieltage vor Schluss steht Köln mit 31 Punkten auf Platz 13, fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz und sechs vor dem ersten Abstiegsrang. Nun warten noch Tabellennachbar Union Berlin, Schlusslicht Heidenheim und Meister FC Bayern. "Wir müssen viel Mut mitnehmen. Gegen Leverkusen so zu spielen, ist nicht einfach. Ich bin unfassbar stolz, aber natürlich auch enttäuscht, dass wir uns nicht belohnt haben", bilanzierte Wagner. © dpa-infocom, dpa:260426-930-994640/1