Datum26.04.2026 10:28
Quellewww.zeit.de
TLDRSeit 2022 hat Deutschland Rüstungsverträge im Wert von 111 Milliarden Euro abgeschlossen, was 47.000 einzelnen Verträgen entspricht. Das Bundesverteidigungsministerium konnte jedoch keine genaue Zahl nennen, wie viele dieser Güter bereits im Dienst der Bundeswehr stehen. Eine detaillierte Auswertung aller Beschaffungsprojekte sei angesichts des Aufwands und möglicher Verzögerungen bei laufenden Projekten nicht möglich.
InhaltDeutschland hat in den vergangenen drei Jahren 47.000 Verträge für Rüstungsgüter abgeschlossen. Unklar ist, wie viele davon in den Dienst der Bundeswehr gestellt wurden. Der Bund hat seit 2022 Verträge für Rüstungsgüter im Wert von insgesamt 111 Milliarden Euro abgeschlossen. Das geht aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Politikers Dietmar Bartsch hervor. Die Frage, wie viele dieser Vorhaben bis zum 1. März 2026 abgeschlossen und in den Dienst der Bundeswehr gestellt wurden, ließ das Ministerium allerdings offen. Der Aufwand der Recherche wäre unzumutbar, hieß es. "Eine automatisierte, zentrale Auswertung aller 47.000 Beschaffungsprojekte im Sinne der Fragestellung ist nicht möglich", erläuterte das Ministerium. Folglich müssten mehrere tausend Seiten händisch ausgewertet werden. Der Personalaufwand dafür wäre aus Sicht des Ministeriums "nicht absehbar". Das könnte "zu Verzögerungen bei verteidigungsrelevanten Projekten führen." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.