Datum26.04.2026 03:45
Quellewww.zeit.de
TLDRIm heutigen Hessen fanden zwischen 1580 und 1680 etwa 1.800 Hexenprozesse statt, die meist mit einer Verurteilung endeten. Autor Matthias Lothhammer erklärt, dass Frauen zu Sündenböcken für Missernten, Tiersterben oder Krankheiten gemacht wurden. Die Verfolgung fand oft in Krisenzeiten wie der Pest statt. Verurteilte Hexen erwartete meist der Tod auf dem Scheiterhaufen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hexenverfolgung“. Lesen Sie jetzt „Autor: Rund 1.800 Hexenprozesse binnen 100 Jahren“. Sie sollen in der Walpurgisnacht mit dem Teufel getanzt haben. Der Mythos von Hexen hatte auch auf dem Gebiet des heutigen Hessens grausige Auswüchse. Allein in den 100 Jahren zwischen 1580 und 1680 habe es rund 1.800 Hexenprozesse gegeben, die meisten endeten mit einer Verurteilung, sagt Matthias Lothhammer, der in Darmstadt Führungen unter anderem zum Thema Hexen anbietet und Autor des Buches "Mit dem Feuer vom Leben zum Tod gebracht" ist. Die überwiegend weiblichen Opfer wurden zu Sündenböcken für alles gemacht. "Wenn die Milch sauer wird, wenn die Kuh tot umfällt, wenn der Blitz einschlägt, wenn andere Haustiere sterben, Kindersterblichkeit, wenn einem selber Krankheit oder irgendwas widerfährt", sagte Lothhammer zum Auslöser einer Hexenverfolgung. Auch die Pest, Dürre oder Hungersnöte brauchten Sündenböcke. Wer verurteilt wurde, dem drohte in den meisten Fällen der grausame Tod durch Verbrennen auf dem Scheiterhaufen. © dpa-infocom, dpa:260426-930-993577/1