CIA in Mexiko: Verunglückte US-Agenten sollen ohne Erlaubnis gearbeitet haben

Datum25.04.2026 21:42

Quellewww.spiegel.de

TLDRZwei mutmaßliche CIA-Agenten starben nach einer Drogenrazzia in Mexiko bei einem Autounfall. Die mexikanische Regierung behauptet, die Agenten seien ohne Erlaubnis im Land gewesen und nicht autorisiert gewesen, an Einsätzen teilzunehmen. Beide Agenten reisten offenbar als Tourist bzw. mit Diplomatenpass ein. Das mexikanische Recht verbietet ausländischen Agenten die Teilnahme an polizeilichen Einsätzen ohne Genehmigung. Im Gegensatz dazu gab die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua an, die Agenten seien im Rahmen einer „direkten Vereinbarung“ zu Ausbildungszwecken im Bundesstaat gewesen. Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind angespannt.

InhaltZwei mutmaßliche CIA-Agenten sind nach einer Drogenrazzia in Mexiko bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Die dortige Regierung sagt nun: Die Männer seien nicht autorisiert gewesen, an Einsätzen teilzunehmen. Nach dem Tod zweier US-Agenten in Mexiko hat das dortige Sicherheitskabinett am Samstag mitgeteilt, dass die beiden Männer keine Genehmigung für Einsätze im Land gehabt hätten. Auch seien die Bundesbehörden nicht über ihre Anwesenheit informiert worden. Die Beamten, die Berichten zufolge für die CIA arbeiteten, hatten an einer Razzia gegen mutmaßliche Drogenlabore im nördlichen Bundesstaat Chihuahua teilgenommen. Auf dem Rückweg kam ihr Fahrzeug von der Straße ab. Neben den beiden US-Amerikanern starben auch zwei Mitarbeiter der mexikanischen Ermittlungsbehörde. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte eine Untersuchung angeordnet. Wie das Sicherheitskabinett mitteilt, gehe man mittlerweile davon aus, dass einer der Agenten als Tourist, der andere mit Diplomatenpass ins Land eingereist sei. "Beide besaßen keine formale Akkreditierung für die Teilnahme an operativen Tätigkeiten innerhalb des Staatsgebiets", so das Ministerium. Mexikanisches Recht untersagt ausländischen Agenten die Teilnahme an polizeilichen Einsätzen ohne vorherige Genehmigung der Bundesregierung. Im Widerspruch zur Regierung in Mexiko-Stadt erklärte jedoch ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua laut "New York Times", dass die Amerikaner sich im Rahmen einer "direkten Vereinbarung" mit der US-Regierung im Bundesstaat aufgehalten hätten. Dabei handele es sich um laufende Ausbildungsmaßnahmen. Solche Programme bedürften keiner Genehmigung durch die Bundesregierung. Demnach habe man die Ausbildungsmaßnahmen mit den USA in den vergangenen Monaten ausgebaut, nachdem sich im vergangenen Jahr drei Beamte des Bundesstaates im Einsatz beim Umgang mit der Droge Fentanyl verletzt hätten. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern haben sich zuletzt verschlechtert. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump übt zunehmend Druck auf die mexikanische Regierung aus, hart gegen Drogenkartelle vorzugehen. Präsidentin Sheinbaum betonte dagegen zuletzt die Souveränität Mexikos.